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NEOS: Gamon und Gasser mit großen Zukunfts-Plänen

Gamon und Gasser haben als neues pinkes Führungsteam große Pläne.
Gamon und Gasser haben als neues pinkes Führungsteam große Pläne. ©VOL.AT/Mayer
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Die Vorarlberger NEOS setzen sich große Ziele für die Zukunft. VOL.AT traf Landessprecheirn Claudia Gamon und den künftigen Klubobmann Johannes Gasser zum Gespräch.

Die Pläne Gamons und Gassers lassen sich kurz wie folgt zusammenfassen: Vorarlberg soll das innovativste und fortschrittlichste Bundesland werden. Der Landesregierung fehle es an Mut und Gestaltungswillen, es werde lediglich der Stillstand verwaltet, so das neue Führungsteam. Mit VOL.AT sprachen sie über ihre großen Pläne für das Ländle.

"Auch ein wenig mutiger sein"

"Wir wollen Vorarlberg dort nach vorne bringen, wo viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger schon sind", verdeutlicht Claudia Gamon gegenüber VOL.AT. "Visionär, wirklich nach vorne denken, auch ein wenig mutiger sein." Sie haben eine klare Vision, Vorarlberg zu einem modernen und urbanen Lebensraum für junge Menschen und Familien zu machen. Dafür möchten sie die Rahmenbedingungen schaffen, um Hürden im Alltag, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Verkehr und Wohnkosten, abzubauen, wie Gasser zu verstehen gibt. "Diese Hürden wollen wir gemeinsam abbauen", meint er.

Claudia Gamon und Johannes Gasser sind das neue Team an der Spitze der Vorarlberger NEOS. ©VOL.AT/Mayer

Ein konkreter Punkt, den sie ansprechen, ist die Kinderbetreuung. Sie erkennen den Druck, unter dem die Elementarpädagoginnen stehen, und fordern einen Notfallplan, um sicherzustellen, dass das System nicht kollabiert. "Dass wir schauen, dass die Kinderbetreuung, die Versorgung für die Kinderbildung, auf wirklich sicheren stabilen Beinen steht auch für den Herbst", so Gamon. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zukunftsgestaltung in Bezug auf Verkehr und Mobilität. Die NEOS möchten ein visionäres Bild für die Mobilität in Vorarlberg entwickeln. Auch wollen sie laut Claudia Gamon Möglichkeiten zur Reduzierung der Wohnkosten schaffen, um jungen Vorarlbergerinnen den Erwerb eines Eigenheims zu erleichtern.

Die beiden NEOS wollen das Land nach vorne bringen. ©VOL.AT/Mayer

Urbanes Lebensgefühl auch für die ländlichen Gegenden

Beide Politiker wohnen im Bregenzerwald. Obwohl sich Gamon als "Zugezogene" selbst nicht unbedingt als "Wälderin" bezeichnen würde, betont sie gemeinsam mit Gasser, dass der Bregenzerwald eine relativ offene und relativ urbane Region sei. Die NEOS möchten nun die Rahmenbedingungen schaffen, um auch im ländlichen Raum ein urbanes Lebensgefühl zu ermöglichen. Themen wie beispielsweise der Wälderexpress sind aus ihrer Sicht hier wichtig: "Eine Schienenanbindung des Bregenzer Waldes ans Rheintal und sozusagen an den Rest der Welt, dass wir das auch schaffen", erklärt der designierte Klubobmann im VOL.AT-Gespräch. "Ich glaube, da kann man im Land sicher noch einiges tun", meint er.

So könnte der Wälderexpress einmal aussehen. ©Rhomberg Bau

Kinderbetreuung und Pädagogik als Herzensanliegen

Ein weiteres wichtiges Anliegen für die NEOS ist das Thema Elementarpädagogik und Kinderbetreuung. "Das ist für uns einfach ein Herzensanliegen, weil es mit so vielen Dingen zusammenhängt", gibt die neue Landessprecherin zu verstehen. Sie sieht darin nicht nur einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit und zum modernen Familienleben, sondern auch eine Möglichkeit, den Fachkräftemangel im Land zu bekämpfen. "Das größte Potenzial, dass wir da liegen lassen, ist das Potenzial unserer gut ausgebildeten Frauen im Land", ist sie sich sicher. Die neue pinke Führung ist sich bewusst, dass die derzeitigen Zustände für die Pädagoginnen unzumutbar sind und fordern politische Maßnahmen, um diese zu verbessern. Grund sei hier der derzeit "harte Personalmangel", verdeutlicht Gamon: "Da muss die Politik wirklich etwas machen."

Wohnen: Junge Menschen entlasten

Die entstandene Schieflage am Wohnungsmarkt müsse endlich abgebaut werden, so Gasser. Die NEOS schlagen vor, die Grunderwerbsteuer auf die erste Eigentumswohnung für junge Vorarlberger rückzuerstatten. "Uns nützt es nichts, wenn es auf Bundesebene Grabenkämpfe in diesem Bereich gibt", verdeutlicht er gegenüber VOL.AT. Wenn man Vorarlberg als Land der Häuslebauer voranbringen wolle, müsse man selbst handeln: Er betont, dass Vorarlberg nicht auf Wien warten sollte, sondern selbst die Initiative ergreifen müsse, um junge Menschen zu entlasten und den Traum vom Eigenheim leistbar und realistisch zu machen.

Gamon und Gasser im VOL.AT-Doppelinteview

Auch die Frage nach der Zukunft von NEOS und Vorarlberg stellt sich angesichts der neuen Führung. Man sei gut aufgestellt, was die nächste Landtags- und Gemeindevertretungswahl angehe, meint Gamon. "Wir werden dieses Angebot sein für Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, die mehr wollen", gibt sie zu verstehen. Die beiden betonen, dass die Zukunft bunt, zukunftsorientiert und visionär sein sollte. Sie sehen die Politik als Gestalterin der Zukunft und möchten Vorarlberg zu einem zukunftsgerichteten, modernen und digitalen Land entwickeln. Bildung spielt dabei laut ihnen eine zentrale Rolle, um den jungen Menschen die Chancen zu bieten, die sich durch die rasche Entwicklung digitaler Technologien ergeben.

Die NEOS sind bereit, in die politische Sommerpause zu gehen und danach mit voller Energie und Fokus durchzustarten. Sie haben ein starkes Team und sind gut in den Gemeinden aufgestellt. Ihr Ziel ist es, Vorarlberg mehr Visionen und Mut zu bieten, um eine positive Zukunft für das Land zu gestalten. Mit ihrem Fokus auf Visionen und Zukunftsgestaltung möchten sie die Politik verändern und die Zukunft von Vorarlberg aktiv mitgestalten.

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(VOL.AT)

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