Nenzinger Eltern in Angst: Kinderfänger unterwegs?

Angst um Kinder
Angst um Kinder ©M. Bertsch
Caroline Geiger (37) aus Nenzing erlebte den Albtraum aller Eltern: Ihre Tochter wurde mitten am Tag von einem Fremden angesprochen, der sie mit Süßigkeiten anlocken wollte.

Von Mathias Bertsch/WANN & WO

„Es war nach der Nachmittagsschule. Meine sechsjährige Tochter machte sich, wie so oft, mit einer guten Freundin zu Fuß auf den Nachhauseweg“, berichtet Caroline Geiger aus Nenzing.

Auf einem Weg, der von der Volksschule hinausführt, sich aber noch auf dem Schulgelände befindet, wurden die beiden Mädchen von drei Männern verfolgt. „Einer der Fremden sprach die Mädchen an“, erzählt Caroline, „und bot ihnen Süßes an“.

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Die zwei Erstklässlerinnen antworteten mit „nein, danke“ und gingen weiter. Der Mann ging neben ihnen her und versuchte noch einmal, ihnen Süßigkeiten anzubieten. Die Mädchen verneinten wieder klar und gingen schnellen Schrittes davon. „Sie konnten die Männer zum Glück abhängen“, führt die 37-Jährige fort. „Nicht auszudenken, was passieren hätte können, wenn unsere Mädchen die Süßigkeiten angenommen oder – noch schlimmer – mit den Männern mitgegangen wären!“

Polizei informiert

Der Vater des anderen Mädchens fuhr sofort, nachdem er von der Sache erfahren hatte, noch einmal zur Schule und suchte die Umgebung ab. Alle drei Männer waren aber unauffindbar. Noch am selben Abend informierte der Schulleiter der Volksschule alle Eltern. Weiters wurde der Vorfall auf dem Polizeiposten Nenzing detailliert gemeldet.

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Bei dem fremden Mann, der die Schülerinnen angesprochen hatte, handelt es sich nach Aussagen der Mädchen um einen etwa 20- bis 30-jährigen, 1,80 Meter großen Mann mit dunklen, kurzen Locken. Er trug Shorts, ein T-Shirt und sprach Hochdeutsch.

Andere wachrütteln

Zum Glück hatten beide Mädchen erst kürzlich an einem Selbstverteidigungskurs teilgenommen. In diesem Kurs wurden sie unter anderem genau auf solche Situationen vorbereitet. „Unsere Mädchen haben toll reagiert und sich genau richtig verhalten“, bestätigt Caroline. „Sie wussten, was zu tun ist, da wir das auch schon geübt hatten. Mir und der anderen betroffenen Mama ist es wichtig, wachzurütteln und darauf aufmerksam zu machen, immer vorsichtig, wachsam und vorbereitet zu sein.“

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