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Naturschutzexperte: "Kaum wirksamer Schutz"

Weder Wildbachverbauungen noch der von vielen verlangte zusätzliche Freiraum von Gewässern hätten bei der Unwetterkatastrophe dieser Woche in Vorarlberg geholfen.

Das erklärte der Vorsitzende des Vorarlberger Naturschutzrates Georg Grabherr am Samstag in einem Interview mit Radio Vorarlberg.

Das Hochwasser sei ein „Klima-Exzess“ gewesen, gegen den es so gut wie keinen wirksamen Schutz gebe, so der Professor für Vegetationsökologie und Naturschutzforschung an der Universität Wien. Die extremen Fälle werden sich wahrscheinlich häufen, prognostizierte Grabherr, und „die öffentliche Hand wird immer tiefer in die Tasche greifen müssen“.

Verbauungen statt wie üblich auf 100-jährige in Zukunft nun auf 200- oder 300-jährige Ereignisse abzustimmen, wären nicht nur eine politische Frage, sondern auch eine finanzielle und „wie dann Vorarlberg ausschauen“ würde. Zusätzliche Verbauungen machten nur in genau analysierten Einzelfällen Sinn, so Grabherr. Solche Ereignisse wie in dieser Woche zu verhindern, sei nicht möglich, „man könnte fast sagen, dass es das Beste ist, sich finanziell gegen solche Katastrophen abzusichern.“

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