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Nachbarn als wirksamste Waffe gegen Langfinger

Herbert Humpeler, Ingrid Schedler und Silvia Wagner, Christoph Marte
Herbert Humpeler, Ingrid Schedler und Silvia Wagner, Christoph Marte ©Christof Egle
Altacher Frauenbewegung lud zu Vortrag über Einbruchsprävention
Vortrag Einbruchsprävention

Altach. Immer wieder machen vor allem in sozialen Medien Gerüchte von einer stetig zunehmenden Gefahr von Einbrüchen die Runde. Aus tatsächlich passierten Geschehnissen werden dann schnell pure Horrorgeschichten. Viele Menschen machen sich vermehrt Sorgen um das eigene Zuhause und versuchen – auf verschiedenste Art und Weise – vorzusorgen. Doch wie schaut die Situation in der Realität aus und wie kann man Wohnung oder Haus tatsächlich mit möglichst geringem Aufwand gegen ungebetene Gäste schützen. Diesen und anderen Fragen gingen Christoph Marte Kommandant des Polizeipostens Altach und Mäder sowie Herbert Humpeler, Leiter der Kriminalprävention des Landes nach. Eingeladen zu dem Infoabend hatte Silvia Wagner, Obfrau der Altacher Frauenbewegung.

Marte konzentrierte sich zuerst auf die nackten Zahlen und Statistiken der letzten Jahre und stellte fest, dass in Sachen Einbrüchen jeder einzelne Vorfall, mindestens einer zu viel ist. Von einer Flut könne laut Marte aber nicht die Rede sein. Probleme bereiten aber herumreisendes Banden aus Osteuropa, denen man im Unterschied zu lokalen Tätern, nur sehr schwer habhaft werden könne. Einen negativen Ausschlag habe es 2015 gegeben, seitdem habe sich die Situation aber wieder beruhigt. Negativ beeinflusst worden seien die Zahlen durch einen KFZ Serieneinbrecher (diese Delikte werden in der Statistik miterfasst), dem man aber vor kurzem auf frischer Tat ertappt und verhaftet habe.

Herbert Humpeler beschäftigte gab dann im zweiten Teil Tipps für ein sicheres Zuhause, dabei könnte schon kleine Maßnahmen einen hohen Schutz bieten. Schwachstellen bei Häusern sind laut Humpeler vor allem Fenster und Balkontüren. Diese gelte es zu sichern, dabei gelte das Motto Mechanik vor Elektronik – sprich zuerst bauliche Maßnahmen und erst dann eine Alarmanlage. Seitens der Kriminalprävention gebe es dazu die Möglichkeit einer Sicherheitsberatung.

Marte und Humpeler appellierten dann vor allem an den gesunden Hausverstand, Häuser auch bei Abwesenheit bewohnt ausschauen zu lassen, indem etwa das Licht per Zeitschaltuhr ein und ausgeschaltet werde, oder kleine Fernsehsimulatoren aufgestellt werden. Die einfachste und wirksamste Schutz vor Einbrechern sei aber vor allem eine gelebte gegenseitige Hilfe innerhalb der Nachbarschaft. CEG

 

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