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Nach Trinkgelage: Sport repariert Gehirnzellen

Bewegung steigert Blut im Kopf um 30 Prozent.
Bewegung steigert Blut im Kopf um 30 Prozent. ©Bilderbox/Symbolbild
Regelmäßiger Sport baut die durch übermäßig viel Alkohol beschädigten Hirnzellen wieder auf. Zu diesem Schluss kommt eine neue Erhebung der University of Colorado.

Schwere Trinker können die Zerstörung ihrer Gehirnzellen durch beispielsweise Jogging beschränken. Sport schützt und repariert die weiße Substanz im Gehirn. Die Übungen verbessern zudem das Lernen, die Gedächtnisfähigkeit und die Selbstbeherrschung.

Studie mit 60 Probanden

Vor allem ältere Erwachsene, die regelmäßig Sport treiben, sollen geschützt vor dem natürlichen Verlust der kognitiven Funktionen sein, der mit dem Altern einhergeht. Für die Studie wurden an 60 Probanden Hirn-Scans durchgeführt, wobei die Faktoren Alkoholkonsum, Verlust der Selbstbeherrschung durch Alkohol sowie Ausmaß der sportlichen Betätigung berücksichtigt wurden.

Fernsehen bewirkt das Gegenteil

“Bewegung im mittleren Dauerleistungsbereich steigert die Blutzufuhr im Kopf um bis zu 30 Prozent. Dadurch werden die kognitiven Fähigkeiten und Denkvorgänge angeregt”, untermauert Sportmediziner Willi Heepe das Studienergebnis gegenüber pressetext. Der Durchschnitts-Deutsche schaut laut neuesten Studien jedoch fast fünf Stunden täglich fern, was vielmehr das Gegenteil bewirke.

“Dauerleistung ist das A und O”

Regelmäßiges Laufen – also zwei bis drei Mal die Woche für rund 30 bis 40 Minuten – helfe zudem auch das Suchtverhalten von Alkoholabhängigen besser in den Griff zu bekommen. Dennoch sei es von Bedeutung, welche organische Komponente jemand fit halten oder verbessern möchte. “Vor allem Ältere oder Diabetiker können durch Sport ihre degenerierten Muskeln wieder aufbauen. Diabetes Typ 2 kann dadurch sogar geheilt werden. Für die Herzentwicklung oder den Kopf ist die Dauerleistung das A und O”, betont der Experte.

Alkohol individuell gefährdend

Ab welchem Ausmaß Alkohol schwerwiegend gesundheitsschädlich ist, möchte der Sportmediziner – vielen wissenschaftlichen Untersuchungen entgegen – nicht in Gramm angeben, da diese Korrelation von mehreren individuellen Faktoren abhängt. “Zum einen stellt sich die Frage, ob eine Person Alkohol als Ersatz für Nahrung zu sich nimmt”, so Heepe. Aber auch die Toxidität, die von der Qualität des Alkohols abhängt, ist hierbei entscheidend. (pte)

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