Raubüberfall in Lindau: Tatverdächtiger bei Cobra-Einsatz in Hörbranz verhaftet

Im Bild: Alarmfahndung nach bewaffnetem Raubüberfall in Lindau.
Im Bild: Alarmfahndung nach bewaffnetem Raubüberfall in Lindau. ©VOL.AT/ Pletsch
Lindau, Hörbranz. Nach zwei bewaffneten Raubüberfällen im deutschen Leutkirch und in Lindau ist der mutmaßliche Täter am Dienstagabend in Hörbranz von Beamten des LKA Vorarlbergs mit Unterstützung der Spezialeinheit EKO Cobra verhaftet worden. Er sitzt in U-Haft. 
Bilder: Fahndung nach Überfall in Lindau

Dem 55-Jährigen werden zwei Raubüberfälle zur Last gelegt. Zum einen soll er vergangenen Freitag zwei Angestellte einer Filiale der Supermarktkette Norma in der Isnyer Straße in Leutkirch nach Ladenschluss mit einer Pistole bedroht haben. Weil die geforderten Tageseinnahmen nicht mehr im Markt waren, zwang der Täter beide Frauen in eine Mitarbeitertoilette und schloss sie darin ein. Statt der erhofften Tageseinnahmen nahm der Mann die Handtaschen und Geldbörsen beider Verkäuferinnen mit und erbeutete so einen geringen Bargeldbetrag.

Trotz umgehend eingeleiteter Alarmfahndung gelang dem Täter zunächst unerkannt mit einem BMW die Flucht. Das Auto fand die bayerische Polizei einen Tag später in Lindau.

Bedroht, ausgeraubt, geflüchtet

Wie die Polizei am Mittwoch berichtet, konnte der mutmaßliche Täter bereits zu diesem Zeitpunkt infolge weiterer Nachforschungen ermittelt und identifiziert werden. Am Montagabend gegen 20 Uhr schlug er erneut zu und überfiel bei Ladenschluss eine Norma-Filiale in der Bregenzer Straße in Lindau. Dort bedrohte er drei Angestellte und nahm die gesamten Tageseinnahmen an sich. Anschließend flüchtete der Täter mit dem Auto einer Supermarkt-Angestellten ins angrenzende Vorarlberg.

Fluchtfahrzeug in Lochau gefunden

Am Dienstag brachten Hinweise die ermittelnden Beamten zunächst auf die Spur des Fluchtfahrzeuges. Dieses wurde in Lochau vor einer Wohnanlage auf einem Parkplatz gefunden.

In Hörbranz klickten die Handschellen

Gegen 18.15 Uhr klickten schließlich in einem Beherbungsbetrieb in Hörbranz die Handschellen, der 55-jährige Tatverdächtige wurde von Beamten des Landeskriminalamts Vorarlberg mit Unterstützung der Spezialeinheit EKO Cobra abgeführt. Bei sich hatte der Deutsche eine Schusswaffe – wie sich herausstellte, die Tatwaffe, eine Pistole mitsamt Munition. Unter den weiteren sichergestellten Beweismitteln: ein Großteil der Beute und sämtliche Raubutensilien.

In weitere Raubüberfälle in Vorarlberg verwickelt?

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurde beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehl erlassen. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft und zeige sich mittlerweile geständig, beide Raubüberfälle begangen zu haben. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Vorarlberg werde derzeit geprüft, ob der 55-Jährige auch für weitere Raubüberfälle auf Vorarlberger Boden in Frage komme. Nach Abschluss der Ermittlungen werde der Mann in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert. (red-jim)

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