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Nach Amoklauf in Nenzing kein Geld für die Opfer

Amoklauf in Nenzing forderte drei Tote.
Amoklauf in Nenzing forderte drei Tote. ©VOL.AT/Ronny Vlach/Roland Paulitsch
Nachlass des Todesschützen von Nenzing war mit knapp 422.000 Euro überschuldet. Laut dessen Vater entstanden die Schulden durch die Forderungen von Opfern und deren Angehörigen.
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Im Mai 2016 feuert der junge Installateur Gregor S. in Nenzing mit einem illegalen Sturmgewehr in die Festgäste einer Oberländer Veranstaltung. Drei Menschen sterben, 12 werden zum Teil schwer verletzt. Der Täter hinterlässt zwei kleine Kinder und eine Lebensgefährtin. Und leider kaum Geld. Somit verbleiben lediglich 421.660 Euro an Schulden, die laut Angaben des Vaters nach dem Tod des 27-Jährigen durch die Forderungen der Opfer und Hinterbliebenen, entstanden seien. Niemand tritt die Erbschaft an. Die Anwältin Andrea Concin muss sich als Verlassenschaftskuratorin um den Nachlass kümmern.

Viel Arbeit, kein Geld

Drei der Gläubiger, darunter 14 Hinterbliebene der Verstorbenen, versuchen noch zu klagen, doch es wird rasch klar, es macht keinen Sinn. Unter dem Strich bleibt nichts übrig, im Gegenteil, Entsorgungs- und Verwaltungskosten kommen dazu. Der Weiße Ring steht den Opfern zwar zur Seite, doch seitens des Todesschützen gibt es nichts zu erwarten. Mit dieser Erkenntnis müssen sich die Betroffenen nun, eineinhalb Jahre nach dem Vorfall abfinden.

Archiv: Polizeisprecherin Susanne Dilp informiert über den Amoklauf

Amoklauf in Nenzing

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