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Mozilla ruft Lesezeichen-Revolution aus

Die Mozilla-Foundation hat heute, Dienstag, die erste offizielle Betaversion von Firefox 3 veröffentlicht.

Im Vergleich zur erfolgreichen Vorgängerversion Firefox 2, die Microsofts Internet Explorer wertvolle Marktanteile kostete, finden sich zahlreiche Überarbeitungen an der Browser-Engine und auch beim Sicherheitsmanagement. Darüber hinaus will Mozilla endlich auch die für die Vorgängerversion abgesagte neue Webseiten- und Lesezeichenverwaltung “Places” in den Browser integrieren. Mit der neuen Funktion soll die Verwaltung von besuchten Seiten entscheidend verbessert und vereinfacht werden.

“Die Lesezeichenverwaltung, wie wir sie derzeit von allen Browsern kennen, funktioniert so nicht. Anwender wollen keine zig Unterordner anlegen, um ihre Links wiederzufinden”, meint Mozilla-Präsident Tristan Nitot im Gespräch mit pressetext. Ähnlich wie bei E-Mailprogrammen können aufgerufene Links im neuen Firefox gekennzeichnet und mit verschiedenen Labels versehen werden. Ein neben der Adresszeile eingefügtes Stern-Icon erlaubt die Verwaltung. Markierte Zeichen können wie bisher in Lesezeichen-Ordner abgelegt werden. Durch die Markierung mit sogenannten Tags lassen sich besuchte Seiten aber leichter wieder auffinden.

Dazu setzt Mozilla auf die Auto-Complete-Funktion in der Adresszeile des Browsers. Werden beispielsweise regelmäßig besuchte News-Seiten mit dem Label “Nachrichten” versehen, genügt zum Aufrufen jener Seiten das bloße Eintippen des Labels. Die mit dem Begriff versehenen Seiten werden dann fein säuberlich unter der Adresszeile aufgelistet. In der Lesezeichenleiste ist in Firefox 3 zudem standardmäßig der Ordner “Places” (in der deutschen Version: “Orte”) angelegt, in dem die zuletzt gekennzeichneten und am häufigsten aufgerufenen Label und Seiten sortiert sind.

Auch beim Thema Sicherheit hat Mozilla mit der neuen Version noch einmal nachgebessert. Neben dem verstärkten Einsatz von Blacklists, die User noch zuverlässiger vor Webseiten warnen soll, auf denen Schadcode abgelegt ist, lässt sich nun auch der Download-Manager mit dem Virenscanner kurzschließen. Das grafische Icon, das schon seit längerer Zeit in allen bekannten Browsern neben der http-Adresse der besuchten Seite aufscheint, wurde zur individuellen Schaltzentrale für jede Adresse umfunktioniert. So können User fortan mit einem Klick die sicherheitsrelevanten Daten der besuchten Webpage aufrufen und Cookies- wie Passworteinstellungen individuell verwalten.

Bei der Renderingplattform kommt bei Firefox erstmals Gecko 1.9 zum Einsatz, das Mozilla zufolge mehr als zwei Jahre lang entwickelt worden ist. Der Einsatz der neuen Plattform soll den Browser noch stabiler und schneller machen. Auch für zukünftige Weiterentwicklungen biete Gecko 1.9 die notwendigen Voraussetzungen, so die Entwickler, die sich in dieser Hinsicht vor allem von Add-on-Programmierern interessante neue Impulse erwarten. Wie immer bei derartigen Vorabversionen weist Mozilla darauf hin, dass die Beta nur für Testzwecke gedacht ist. Interessierte können die deutsche Betaversion für Windows, Mac OS X oder Linux über http://www.mozilla.com/en-US/firefox/all-beta.html herunterladen. Die finale Version von Firefox 3.0 soll Anfang nächsten Jahres das Licht der Welt erblicken.

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