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Mordanklage in Tirol nach über acht Jahren

DNA-Test führte nun zu einem Treffer
DNA-Test führte nun zu einem Treffer
Im Fall einer 2007 getöteten Pensionistin in Tirol ist nun gegen einen Tiroler und dessen Sohn Anklage wegen Mordes erhoben worden. Sowohl die DNA des Vaters, als auch die des Sohnes seien in der Wohnung in Innsbruck und im Auto des Opfers gefunden worden, teilte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr der APA mit.


Die 68-jährige Pensionistin war in ihrer Wohnung mit einem Polster erstickt worden. Die Ermittler der Spurensicherung des LKA stellten damals an die 90 DNA-Fragmente in der Wohnung und im Auto der Pensionistin sicher. Was folgte, war der bis dato umfangreichste DNA-Test in der Tiroler Kriminalgeschichte. Mehr als 400 Bewohner der Sternhochhäuser in der Andechstraße gaben 2008 eine DNA-Probe ab. Sie brachten aber keine Übereinstimmung.

Bis vor einiger Zeit die Datenbank bei einem Fingerabdruck aus einem anderen Fall einen Treffer lieferte. Der Abdruck gehört jenem 61-Jährigen, der mit seinen beiden Söhnen 2014 einen Raubüberfall auf einen Geldtransporter in Innsbruck verübt hatte und mittlerweile dafür verurteilt wurde. Bei der erkennungsdienstlichen Erfassung wurden die Fingerabdrücke abgenommen und die Datenbank ergab eine Treffermeldung. Die Fingerabdrücke stimmen mit jenen überein, die damals unter anderen Spuren in der Wohnung der Pensionistin sichergestellt wurden.

Die DNA-Spuren seien mit den bisherigen Aussagen des 61-jährigen Tirolers nicht mehr vereinbar. Dieser habe bisher angegeben, lediglich Reparaturarbeiten in der Wohnung der Frau durchgeführt zu haben, sagte Mayr.

Die Pensionistin war von Angehörigen in ihrer Wohnung in der Andechsstraße im Stadtteil Reichenau tot aufgefunden worden. Erst bei der Obduktion stellte sich heraus, dass die Frau eines gewaltsamen Todes gestorben war.

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