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Montafon im Zeichen der Archäologie

Eine kleinere Grabung im Bereich Roferweg in Bartholomäberg soll Aufschluss über eine ehemalige Bergschmiede bringen (Bild vom 1. September 2010).
Eine kleinere Grabung im Bereich Roferweg in Bartholomäberg soll Aufschluss über eine ehemalige Bergschmiede bringen (Bild vom 1. September 2010). ©STT

Thementag “Bergbau” am Samstag, dem 27. August, am Bartholomäberg (Näheres unter bartholomaeberg.vol.at).

Das Montafon, speziell die Gemeinde Bartholomäberg, steht auch heuer wieder ganz im Zeichen der Archäologie. Seit Mitte August werden die Forschungen und Ausgrabungen unter der Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Krause (Universität Frankfurt) fortgeführt. Fragen der prähistorischen Besiedlung, des damaligen Bergbaus und der Alp- und Weidewirtschaft stehen dabei im Vordergrund. Zehn Frankfurter und drei Berliner Studenten sowie Mitarbeiter der Universität Frankfurt führen die Ausgrabungen und Untersuchungen durch und setzen damit die Arbeiten zur Erforschung der prähistorischen Besiedlungsgeschichte und der zahlreichen Zeugnisse des Bergbaus fort.

Die Ausgrabungen wurden im Jahr 2000 im “Friaga Wald” begonnen, wo eine der ältesten bronzezeitlichen Burgen in den Alpen entdeckt wurde, in den vergangenen elf Jahren wurden die Ausgrabungen in der Region stetig ausgeweitet. Die Hauptgrabung findet diesen Sommer im Bereich Buxwaldstraße in Bartholomäberg statt (Ausgrabung einer bronzezeitlichen Siedlung). Eine kleinere Grabung im Bereich Roferweg in Bartholomäberg soll Aufschluss über eine ehemalige Bergschmiede bringen. In Gargellen wird die Ausgrabung von Alpwüstungen (alpwirtschaftlicher Siedlungsplatz, Anmerkung) weitergeführt. Zudem führt Geoarchäologin Dr. Astrid Röpke von der Uni Frankfurt einige geoarchäologische Untersuchungen an verschiedenen Stellen am Bartholomäberg durch, teilweise im Rahmen einer Lehrveranstaltung der Uni Frankfurt.

GESCHICHTSUNTERRICHT HAUTNAH

Beim Thementag Bergbau am 27. August gibt es die Möglichkeit, die freigelegten Befunde (Bodenverfärbungen, Feuerstellen, Steinsetzungen usw.) und Funde des alltäglichen Lebens aus der damaligen Zeit vor Ort zu besichtigen. Zu erwarten sind vor allem Keramikscherben und Schmiedeschlacken – außerdem wird der Archäotechniker und Schmied Frank Trommer aus Blaubeuren am Ort sein und prähistorischen Bronzeguss vorführen. “Es besteht so die einzigartige Gelegenheit, den Spezialisten über die Schulter zu schauen”, teilte Schruns-Tschagguns Tourismus mit.

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