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Monatelanger Wahlkampf

Nach monatelangem Wahlkampf und einem 19-Stunden-Tag, an dem er sich noch ein letztes Mal um die Mobilisierung von Wählern bemüht hatte, wartete George W. Bush gemeinsam mit Familie und Freunden auf die Entscheidung über eine zweite Amtszeit.

Und damit darauf, ob er anders als sein Vater noch weitere vier Jahre der mächtigste Mann der Welt bleiben würde. „Ich glaube, ich werde gewinnen“, erklärte der 43. Präsident der Vereinigten Staaten zuversichtlich schon am Wahlabend. Wenige Stunden später war die Stimmung im Weißen Haus dann nicht mehr ganz so glanzvoll: Der demokratische Herausforderer John Kerry ließ am Mittwochmorgen keine Bereitschaft erkennen, eine Niederlage einzugestehen. Bush führte zu diesem Zeitpunkt mit 254 vor 252 Wahlmännerstimmen, für einen Sieg waren 270 notwendig. Berater Bushs wollten den Amtsinhaber bereits im Alleingang zum Wahlsieger erklären. „Wir werden unsere Entscheidung nicht von einem Eingeständnis (Kerrys) abhängig machen“, sagte Kommunikationsdirektor Dan Bartlett. Der Demokrat könne den heftig umkämpften Staat Ohio, von dessen Ergebnis der Wahlausgang letzten Endes abhing, rein rechnerisch nicht gewinnen, erklärte auch Kommunikationsdirektorin Nicolle Devenish. Die Stunden verstrichen, noch immer war das Ergebnis in Ohio offen. Kurz vor Mittag schließlich gab Kerry den US-Staat und damit das Rennen um das Weiße Haus auf: In einem Telefonat mit Bush räumte er nach Angaben von Gewährsleuten seine Niederlage ein. Zwtl: „Ich garantiere Ihnen, ich bin es wirklich“ Dem Sieg ging ein langer Tag Bushs voraus. Am Dienstagmorgen gab der Präsident seine Stimme in seiner Heimatstadt Crawford in Texas ab und kehrte nach einem kurzen Stopp in Ohio wieder nach Washington zurück. Im Weißen Haus wurde er von hunderten begeisterten Mitarbeitern empfangen. Dreizehn Stunden später warteten Bush und seine Frau Laura, ihre beiden Töchter und George Bush senior mit Freunden und Verwandten auf erste Ergebnisse und Trends. Der Amtsinhaber selbst scherzte mit Journalisten und telefonierte mit seinem Bruder Jeb, dem Gouverneur von Florida. Trotz der bemühten Lockerheit war in der Wahlnacht die Hektik im Weißen Haus zu spüren: Mitarbeiter hetzten durch die Flure, ranghohe Berater versammelten sich im so genannten Roosevelt-Zimmer, darunter Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice und Kommunikationsdirektor Bartlett sowie Bushs Beraterin Karen Hughes. Auf Computerbildschirmen und drei Fernsehern verfolgten sie die einlaufenden Ergebnisse. Ein Stockwerk weiter unten hielt sich Bushs Chefstratege Karl Rove auf dem Laufenden. Er habe den Wahlkampf so hart wie möglich geführt, sagte Bush am Dienstag während seines letzten Wahlkampfstopps in Columbus in Ohio – offenbar mit Erfolg. Im Lauf seiner Amtszeit hatte er den jetzt entscheidenden „Battleground State“ insgesamt 33 Mal besucht und zuletzt sogar persönlich zum Telefon gegriffen, um Wähler zu mobilisieren. „Ich garantiere Ihnen, ich bin es wirklich“, erklärte Bush einem zweifelnden Wähler am anderen Ende der Leitung.

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