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Möglicherweise Zwangsräumungen

Die Einsatzkräfte in den Hochwassergebieten Sachsen-Anhalts werden bei akuter Lebensgefahr für die Bewohner die überfluteten Häuser notfalls mit Gewalt räumen.

„Das bleibt für uns aber das absolut letzte Instrument. Wir setzen auf die Vernunft der Menschen“, sagte der Innenminister des deutschen Bundeslandes, Klaus Jeziorsky (CDU), am Freitag in Magdeburg.

Nach den Erfahrungen der Oderflut befolge ein Teil der Leute schon den ersten Evakuierungsaufruf. Die übrigen würden durch Gespräche mit Helfern und durch den Anblick der Wassermassen überzeugt. „Wenn sich das Gefahrenszenario verwirklicht, fallen überzeugende Worte auf fruchtbaren Boden“, erklärte der Politiker.

Angesichts akuter Lebensgefahr sei eine Zwangsräumung durch das Katastrophenschutzgesetz gedeckt, sagte der Minister. „Wir haben dann auch eine Verantwortung für die Menschen.“ Es sei nur menschlich, dass viele ihr Hab und Gut aus Angst vor möglichen Plünderungen nicht aus den Augen lassen wollen. „Wir werden aber, um Plünderungen zu verhindern, in den evakuierten Gebieten die Kontrollen enorm verstärken – notfalls mit dem Schlauchboot.“

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