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Modeschöpfer Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren verstorben

Modezar Lagerfeld wurde 85 Jahre alt.
Modezar Lagerfeld wurde 85 Jahre alt. ©APA/AFP/ALAIN JOCARD
Der Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist tot. Zuletzt gab es immer wieder Spekulationen um einen Krankenhausaufenthalt.
Die besten Sprüche von Karl Lagerfeld

Schwarze Sonnenbrille, weißer Mozartzopf, steifer Vatermörderkragen und Ringe an jedem Finger: So kannte ihn die ganze Welt. Nun ist der deutsche Modedesigner Karl Lagerfeld gestorben, wie am Dienstag mehrere französische Medien berichteten. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge habe eine dem Modekonzern Chanel nahestehende Quelle das Ableben des “Modezars” mittlerweile bestätigt.

Modezar Karl Lagerfeld gestorben

Eine Person im Umfeld des Modehauses Chanel bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des französischen Magazins “Paris Match”, so Reuters. Der 85-Jährige war bereits auf der Chanel-Modenschau in Paris im Jänner nicht aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst hatte. Bei Chanel, wo Lagerfeld über viele Jahre als Kreativdirektor fungierte, war zunächst aber niemand für eine offizielle Stellungnahme zu erreichen.

“Paris Match” zufolge sei der Designer am Montagabend wegen eines medizinischen Notfalls in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Dienstagfrüh sei er verstorben.

Mode-Ikone war seit 1983 Kreativdirektor bei Chanel

In der Welt der Mode galt der am 10. September in Hamburg geborene Karl Lagerfeld seit dem Tod von Yves Saint Laurent als Alleinherrscher. Als Geburtsjahr nannte er selbst einmal 1935, andere Quellen sprachen von 1938 oder auch 1933.

Er habe sich schon immer für Kleider interessiert, ohne zu wissen, dass man das Mode nenne, sagte Lagerfeld einmal in einem seiner zahlreichen Interviews.  Seit dem Jahr 1983 war “Karl, der Große”, wie ihn die Modewelt nannte, für den Luxuskonzern Chanel tätig. Noch länger entwarf er Damenmode für das italienische Haus Fendi. Zudem brachte er regelmäßig Mode unter seinem eigenen Namen heraus. Von 1980 bis 1984 war Lagerfeld zudem als erster Modeschöpfer einer langen Reihe bekannter Namen Gastprofessor der Modeklasse an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Der Wahlpariser hinterlässt ein milliardenschweres Modeerbe. So sorgte er bei Chanel bis zuletzt für traumhafte Umsatzzahlen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert die Mode mitbestimmt

Seine Mode war elegant, minimalistisch und innovativ. Unvergesslich sind das kleine Chanel-Jäckchen, die tiefen Rücken-Dekolletes, seine Wollmäntel mit Gürtelschließe am Kragen. Lagerfeld hat klassische Formen erneuert und “Looks” geschaffen. Er schickte die schönsten Models über die Laufstege, darunter Claudia Schiffer und Ines de la Fressange.

Zuletzt fehlte er genau da, wo er jedes Mal frenetisch gefeiert wurde – auf dem Laufsteg zum Finale einer Chanel-Show. Die offizielle Begründung: Lagerfeld habe sich müde gefühlt. In Paris, wo er nach dem Tod von Modeschöpfer Yves Saint-Laurent der letzte noch verbliebene Modezar war, war die Sorge groß. Im November hatte er noch die berühmte Festtagsbeleuchtung auf der Pariser Prachtmeile Champs-Elysees eingeweiht.

Jogginghose und Schildkröten-Haut: Legendäre Aussprüche

Legendär waren Lagerfelds Aussprüche. Über seine Haut sagte er: “Ich gehe nicht mehr in die Sonne. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich will nicht aussehen wie eine alte Schildkröte.” Über seine Ausbildung sagte der Besitzer von 300.000 Büchern: “Ich habe ja im Grunde nie etwas gelernt. Ich habe nicht einmal Abitur gemacht und nix.” Vernichtend war das Urteil des Modezaren über Freizeitkleidung: “Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.”

Lagerfelds unermüdlicher Gestaltungswille beschränkte sich nicht nur auf die Haute-Couture. Für Aufsehen sorgte 2004 seine Ankündigung, kostengünstige Mode für den schwedischen Discount-Modefilialisten H&M zu entwerfen. Lagerfeld war der erste Design-Kooperationspartner. Ihm folgten unter anderem Lanvin und Versace.

Virginie Viard entwirft nun Chanel-Kollektionen

Nach dem Tod von Karl Lagerfeld soll seine langjährige enge Mitarbeiterin Virginie Viard die Kollektionen des französischen Modehauses Chanel entwerfen. Chanel-Miteigentümer Alain Wertheimer habe “die engste Mitarbeiterin von Karl Lagerfeld seit 30 Jahren” mit dem Entwurf der künftigen Chanel-Mode betraut, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit. Dadurch solle das “Erbe” von Coco Chanel und Karl Lagerfeld lebendig bleiben.

(APA/Red)

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