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Mittelstand ist Vertrauen

Bregenz - Bernhard Feigl vertritt als Spartenobmann Handwerk und Gewerbe in der Wirtschaftskammer.

„Wir fühlen uns als typisch mittelständischer Familienbetrieb und als Handwerker. Das Besondere am Mittelstand ist die Verlässlichkeit, die ihn auszeichnet. Denn im Mittelstand wird in Generationen gedacht und nicht in Quartalen, das schafft langfristige Berechenbarkeit. Zugleich ist man als mittelständischer Unternehmer eine verlässliche Größe im sozialen Umfeld z. B. bei den Vereinsförderungen.“ So gegenüber den VN Bernhard Feigl, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Zusammen mit seinem Bruder Martin Feigl ist er Geschäftsführer der Firma Glas Marte in Bregenz. In seiner Sparte vertritt Feigl in der Kammer die zahlenmäßig meisten Klein- und Mittelbetriebe (KMU) aller Sparten. Glas Marte hat 230 Mitarbeiter, eine starke Glasverarbeitung und -produktion und ist auch vielfach im Baubereich, etwa im Glasfassadenbau, tätig. Das Unternehmen erhielt jetzt die staatliche Auszeichnung, im geschäftlichen Verkehr das österreichische Staatswappen verwenden zu dürfen. Derzeit werden 13 Lehrlinge ausgebildet. „Die Lehrlingsausbildung ist für uns ein großes Anliegen. Denn im globalen Wettbewerb trägt jeder Betrieb mit Verantwortung dafür, dass in Zukunft die erforderlichen Fachkräfte bereitstehen. Das ist auch wichtig für den Standort Vorarlberg“, so Feigl.

„Beziehungsgeflecht“

Der 43-jährige Glaser- und Glasschleifermeister verweist auf folgenden Unterschied: „Während man in der Industrie von einem Netzwerk spricht, hat der Mittelstand ein Beziehungsgeflecht.“ D. h. man kennt nicht nur denjenigen, den man vielleicht einmal brauchen kann, sondern als mittelständischer Unternehmer ist man in viele soziale und gesellschaftliche Schichten eingeflochten, beispielsweise in das örtliche Vereinsleben. Dieses besondere Beziehungsgeflecht hat u. a. auch mit der Aufrechterhaltung der Nahversorgung in den Dörfern zu tun.“ Die Bedeutung der kleinen und mittleren Unternehmen für die ganze Volkswirtschaft ist für Feigl groß. Denn: „Die Klein- und Mittelbetriebe sind die Säulen der Wirtschaft. Sie sind die Basis des Wohlstands. Hingegen hat die Industrie mehr die Funktion eines Motors.“ Der vierfache Familienvater bedauert aber, dass die bedeutende Rolle, die der Mittelstand wirtschaftlich und gesellschaftlich spielt, nicht allen bewusst ist. Und: „Der Mittelstand ist auch ein großer Ausbildner. Er will die Verantwortung für die Ausbildung nicht dem Staat überlassen, sondern er will das selber machen und dafür auch die Verantwortung tragen. Diese Haltung ist in Vorarlberg besonders ausgeprägt, deshalb haben wir auch so viele ausgezeichnete Lehrlinge.“ Ganz besonders zeichne den Mittelstand aber auch die Nähe zum Kunden aus, stellt Feigl abschließend fest. Daher ist er sehr flexibel, denn die klein- und mittelständischen Unternehmer können es sich nicht leisten Produkte herzustellen, die nicht gleich gebraucht werden.“

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