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Mit Kelle für Kinder im Einsatz

Hohenems – Wer morgens früh zwischen 7.30 und 8 Uhr auf Vorarlbergs Straßen unterwegs ist, wird sie jetzt wieder von Weitem sehen: Die rund 300 Elternlotsen, die an über 20 Standorten mit reflektierenden Warnwesten, Schirmmützen und Leuchtkellen freiwillig für die Sicherheit entlang der Schulwege sorgen. Die Sicherheit der Hohenemser Volksschulkinder ist auch Daniela Waibel ein Anliegen.

Auch Daniela Waibel steht ab heute wieder regelmäßig zu früher Morgenstund an der Graf-Maximilian-Straße in Hohenems und geleitet die Kinder der Volksschule Markt über den Schutzweg. Und das, obwohl ihre Tochter bereits dem Volksschulalter entwachsen ist und ihr Sohn erst nächstes Jahr eingeschult wird. Denn der 35-Jährigen ist die Sicherheit der Schüler ein Anliegen. „Ich empfinde es als wichtige Aufgabe, den kleinen Kindern den Schulalltag zu erleichtern und sie sicher über die Straße zu lotsen.“

Seit fünf Jahren dabei

Die zweifache Mutter ist bereits seit fünf Jahren als Elternlotsin im Einsatz. Seit drei Jahren koordiniert sie – gemeinsam mit ihrem Mann Wolfram – die Schulwegsicherung für die Kinder der größten Volksschule des Landes. Derzeit stehen rund 20 Elternlotsen zur Verfügung. „Manche sind sehr treu und machen das seit über 20 Jahren“, freut sich Waibel. Tendenziell sei es aber eher schwierig, Eltern für diese ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen. „Es ist nicht so aufwändig, wie viele Leute glauben. Man kann auch nur jede zweite oder dritte Woche einen Dienst übernehmen oder sich als Ersatzlotse melden.“

Der Einsatzplan bis 1. Oktober wurde bereits im vergangenen Schuljahr festgelegt. Für die Zeit danach hofft die zweifache Mutter auf Verstärkung. „Wir brauchen unbedingt noch drei Leute, die einmal in der Woche einen Dienst übernehmen können.“ Seit einem Jahr sind in Hohenems auch die Viertklässler in die Schulwegsicherung eingebunden. „Die stehen an den Nachmittagen am Schutzweg. Und das funktioniert wirklich prächtig“, lobt Waibel die engagierten Schüler.

Kinder sollen zu Fuß gehen

Nach wie vor würden zu viele Eltern ihre Kindermit dem Auto zur Schule bringen, kritisiert die 35-Jährige. Ihr Appell: „Schickt die Kinder zu Fuß in die Schule. Auf dem Schulweg können sie soziale Kontakte knüpfen und Erfahrungen sammeln.“

Wo lauern nun die größten Gefahrenquellen am Schulweg? „Die Kinder glauben teilweise, dass sie ohne nach links und rechts zu schauen über einen Schutzweg laufen können und sind oft abgelenkt“, weiß die erfahrene Elternlotsin. Umso mehr seien die Autofahrer gefordert. „Aber auch diese sind oft unaufmerksam und in Gedanken versunken. Es kommt vor, dass im letzten Moment abgebremst wird und das Auto auf dem Schutzweg zum Stehen kommt.“ Kein Verständnis hat Waibel für erwachsene Fußgänger, die vor den Augen der Kinder neben dem Schutzweg über die Straße gehen. „Diese Menschen sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst werden. Denn wie soll man den Kindern beibringen, dass sie über den Schutzweg gehen sollen, wenn es die Erwachsenen schon nicht tun.“

 

Zur Person

Daniela Waibel Elternlotsin an der Volksschule Markt in Hohenems Geboren: 26. Juni 1975 Wohnort: Hohenems Familie: verheiratet, zwei Kinder Beruf: Bilanzbuchhalterin Hobbies: Joggen und Klavierspielen

 

VN: Jörg Stadler

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