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Mit Intendantin Eva-Nina Kozmus zu Gast im Pariser Cabaret

Die aus Slowenien stammende Flötistin Eva-Nina Kozmus studierte in Lyon und war Gewinnerin beim Eurovisionswettbewerb für junge Musiker.
Die aus Slowenien stammende Flötistin Eva-Nina Kozmus studierte in Lyon und war Gewinnerin beim Eurovisionswettbewerb für junge Musiker. ©Copyright: Peter Marinšek. Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über die :alpenarte. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.
 Klassiker, Raritäten und neue Arrangements bei den Konzertreihen in Schwarzenberg

 

Die :alpenarte geht in ihr drittes Jahr. Vom 9. bis 12. Mai finden im Angelika-Kaufmann-Saal in Schwarzenberg wieder je vier Konzerte statt. Für die Programmgestaltung des Frühjahrs-Zyklus hat der künstlerische Leiter Sebastian Manz erstmals eine Intendantin in Residence bestellt: Eva-Nina Kozmus. Mit Klassikern und Raritäten inszeniert die aus Slowenien stammende 25-jährige Flötistin eine Hommage an ihre musikalische Heimat Frankreich. Mit zusätzlichen Workshops baut das junge Klassikfestival die Vermittlungsarbeit an den Schulen aus.

 

:alpenarte, das heißt junge, virtuose Musikerinnen und Musiker aus aller Herren Länder, neue, frische Arrangements, eigenwillige Interpretationen, und eine junge Zielgruppe: Das einzigartige Konzept und das Aufeinandertreffen von Klassik und Zeitgemäßem stößt seit der Gründung des Festivals 2017 auf zunehmendes Publikumsinteresse. Das Programm stammt von wechselnden Intendanten in Residence, die dabei neben der musikalischen auch organisatorische Erfahrungen sammeln können.

 

Als „ein Festival der Extraklasse und Einmaligkeit“ und als große Herausforderung bezeichnet Sebastian Manz die :alpenarte. Der renommierte deutsche Klarinettist ist seit Frühjahr 2018 künstlerischer Leiter der Reihe. Jung, manchmal auch gewagt, aber immer mit Leidenschaft lautet sein Motto, wenn ungewöhnliche und völlig neue, eigens für Schwarzenberg geschriebene Arrangements auf dem Programm stehen. „Eva-Nina Kozmus ist nicht nur als ausgezeichnete Flötistin eine Idealbesetzung für die Intendantin in Residence“, betont Manz. Er schätzt die Musikerin als „junge, sympathische, witzige, aber auch melancholische Person“ und findet diese Eigenschaften auch im Programm wieder.

 

Französisch geprägt
Klassiker und Raritäten bringt Eva-Nina Kozmus, Flötistin und Intendantin in Residence der Frühjahrsausgabe, in Schwarzenberg auf die Bühne. Die 25-jährige Musikerin wurde bereits mehrfach bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet und sammelte Erfahrungen mit bekannten Kammermusik-Partnern sowie im Zusammenspiel mit renommierten Orchestern. Ausgebildet als Flötistin der „École française“ ist Frankreich für die aus Slowenien stammende Künstlerin mittlerweile nicht nur zur musikalischen Heimat geworden.

 

Diese Nähe und Verbundenheit spiegelt sich auch in einem Programm voller Emotionen. Am Beginn der Konzertreihe stehen mit „Frühlingsgefühle“ und Kompositionen von Maurice Ravel, Lili Boulanger, Edvard Grieg und anderen der Zauber der wiedererwachenden Natur und der Liebe im Fokus. Der zweite Abend verkörpert, bereits traditionell, den European Spirit und führt auf eine Reise über den Kontinent. Konzert III spiegelt mit Stücken von Claude Debussy oder Erik Satie die verraucht-verruchte Atmosphäre des berühmten Pariser Cabarets „Le Chat noir“ des 19. Jahrhunderts wider. „Spaßig, anspruchsvoll, aber auch durchgedreht – Zirkus eben!“ beschreibt Eva-Nina Kozmus das Abschlusskonzert. Unter dem Titel „Freakshow“ wird das gleichnamige Werk von Sam Perkin gespielt, aber auch Kompositionen von Paul Schoenfield, Olivier Truan oder der „Klarinettenmuckel“ von Sebastian Manz. 

 

Fast wie eine Familie
„Ich empfinde es als großes Glück, meine Leidenschaft für die Flöte und die Musik in dieser Form weitergeben zu dürfen“, betont Eva-Nina Kozmus. Es sei zudem etwas ganz Besonderes, mit so vielen Freunden spielen zu dürfen: „Wir sind fast wie eine Familie. Das erzeugt eine ganz spezielle Atmosphäre.“ Ein Anliegen von Eva-Nina Kozmus ist es auch, ihrem Instrument, der Flöte, zu mehr Beachtung zu verhelfen. Weithin als Orchesterinstrument wahrgenommen, findet die Flöte zunehmend auch Anerkennung als Solo-Instrument sowie in der Kammermusik. Einen Grund dafür sieht die Musikerin in einer Reihe zahlreicher Flötisten begründet, die selbst komponieren oder aber große Komponisten inspirieren. In Schwarzenberg ist der irische Komponist Sam Perkin mit dabei. Neben zahlreichen bestehenden Werken kommt auch ein von Echo-Klängen angeregtes Stück für Solo-Flöte zur Aufführung, das er eigens für die :alpenarte geschrieben hat.

 

Vermittlungsarbeit ausgebaut
„Die :alpenarte wächst und wächst von Saison zu Saison“, bestätigt Hans Metzler, Geschäftsführer der :alpenarte gemeinnützige GmbH. Es sei erfreulich zu beobachten, wie das Festival nicht nur von den Musikerinnen und Musikern, sondern auch von den Menschen in der Region mitgetragen werde und sich zu einem kulturellen Magnet im Bregenzerwald entwickelt habe. „Dazu trägt vor allem auch die parallel zu den Konzerten abgehaltene Vermittlungsarbeit an den Schulen bei“, so Metzler.

 

Diese wird 2019 ausgeweitet und erstmals finden auch außerhalb der Festival-Phase Workshops an verschiedenen Standorten statt. Bereits am 7. und 8. März tourt mit Eva-Nina Kozmus (Flöte), Sebastian Manz (Klarinette), Adrian Buzac (Oboe), Marcel Üstün (Horn) und Johanna Bilgeri (Fagott) eine :alpenarte-Abordnung durch fünf Schulen im Bregenzerwald. Auf dem Programm der Musikerinnen und Musikern stehen beispielsweise die Ouvertüre aus Mozarts Zauberflöte oder Astor Piazzollas „Libertango“.

 

„Die Künstler haben nicht nur die Verpflichtung, auf höchstem Niveau zu spielen. Sie haben auch eine gesellschaftliche Verpflichtung und dazu gehört auch die Musikvermittlung“, erklärt Drazen Domjanic. Für den :alpenarte-Gründer ist die Vermittlungsarbeit Teil des Festival-Konzepts. „Die Förderung der Jugend und ihre musikalische Bildung ist uns ein großes Anliegen“, betont er. Die Erfahrungen würden zeigen, dass es gar nicht so schwer sei, junge Menschen von klassischer Musik zu überzeugen. Domjanic: „Man muss es nur machen.“ Finanziert wird die Vermittlung an den Schulen von der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. Die Mehrheit der beteiligten Musikerinnen und Musiker sind Stipendiaten dieser Stiftung.

 

Herbst 2019
Mit Intendantin Marie Spaemann verspricht die :alpenarte-Herbstedition vom 10. bis 13. Oktober eine Mischung aus klassischer Kammermusik und neuen Songs. Die 1988 in Wien geborene Cellistin und Singer-Songwriterin war die erste Preisträgerin des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs. „Für das Festival konnte ich Musikerinnen und Musiker gewinnen, die teilweise in mehreren musikalischen Welten zu Hause sind. Durch ihre Spielfreude und Virtuosität sprechen sie mit dem Publikum die universale Sprache der Musik“, freut sie sich auf den Austausch. Auf dem Programm stehen mit „The Art of Joy“, „The Art of Female“, „The Art of Song“ und „The Art of Wonder“ wieder vier Konzerte.

 

Info: www.alpenarte.eu

 

Terminübersicht

:alpenarte Frühjahr 2019

Konzert I „Frühlingsgefühle“
Donnerstag, 9. Mai 2019, 20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg

Konzert II „Europa“
Freitag, 10. Mai 2019, 20.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg

Konzert III „Le Chat Noir – Der schwarze Kater“
Samstag, 11. Mai 2019, 17.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg

Konzert IV „Freakshow“
Sonntag, 12. Mai, 17.00 Uhr, Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg

Tickets: www.alpenarte.at oder per E-Mail: ticket@alpenarte.eu
Ticketpreise: ab 29 Euro für ein Konzert, ab 81 Euro für alle vier Konzerte
Kostenlose Tickets für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre.

 

:alpenarte Programm, 9. bis 12. Mai 2019:

 

Im Mittelpunkt der aktuellen, siebten :alpenarte-Ausgabe steht die Flöte, die im kammermusikalischen Repertoire nur selten auf der Bühne zu hören ist. Eva-Nina Kozmus begegnet der Herausforderung ihr Instrument ins kammermusikalische Geschehen einzubinden und es dabei doch nicht zu sehr in den Vordergrund zu stellen, mit einem feurig-witzigen, äußerst abwechslungsreichen Programm. Dazu hat sie eine Reihe von jungen, teilweise bereits arrivierten und international agierenden Musikerinnen und Musiker eingeladen.

 

In wechselnder Besetzung treten auf: Adrian Buzac – Oboe, Lisa-Maria Hilti – Harfe, Miriam Helms Alien – Violine, Eoin Ducrot – Violine, Eivind Ringstad – Viola, Jacques Pérez – Viola, François Thirault – Cello, Yannick Rafalimanana – Klavier, Sebastian Manz – Klarinette 

 

Frühlingsgefühle
Emotionen prägen das Eröffnungskonzert der :alpenarte am 9. Mai im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg. „Frühlingsgefühle“ verspricht der Auftakt zur diesjährigen Konzertreihe und erzählt von der Kraft der wiedererwachten Natur und der ersten, naiven Liebe bis hin zu Erfahrungen von Leidenschaft aber auch Traurigkeit. Auf dem Programm stehen Werke von Maurice Ravel, Max Bruch und Carl Maria von Weber sowie „Ein Frühlingsmorgen“ von Lili Boulanger und die „Peer Gynt Suite Nr. 1“ von Edvard Grieg. 

 

Europäischer Geist
Wie gewohnt lautet das Motto am zweiten Abend „Europa“. Dem European Spirit folgend, führt nicht nur das Programm mit Kompositionen von Gioachino Rossini, Manuel de Falla, Nino Rota, Sam Perkin, Ludwig van Beethoven, Béla Kovács, Franz Schubert und Sebastian Manz quer über den Kontinent. Auch die beteiligten Musikerinnen und Musiker stammen aus verschiedenen Ländern und sind international unterwegs.

 

Verrucht und verraucht
Montmartre Paris, Ende des 19. Jahrhunderts: Beim dritten Konzert bittet Eva-Nina Kozmus ins berühmte Cabaret „Le Chat noir“. „Wasser trinken ist hier verboten“, sagt die Flötistin und transportiert die verrucht-verrauchte, beschwipste Atmosphäre jener Zeit in die Gegenwart. Aufgeführt werden Werke von Scott Joplin, Jean Françaix, Heitor Villa-Lobos, Vito Žuraj, André Jolivet, Claude Debussy, Astor Piazzolla, David Orlowsky, Erik Satie sowie Guillaume Connesson.

 

Vorhang auf zur Freakshow
Für einen bunten, fetzigen und zugleich schmunzelnden Abschluss sorgt das letzte Konzert der Frühjahrsreihe am 12. Mai, wenn beispielsweise die Titelmelodie der amerikanischen Fernsehserie „The Adams Family“ ertönt. Neben dieser Komposition von Victor Mizzy wird auch das Stück „Freakshow“ von Sam Perkin gespielt sowie Kompositionen von Paul Schoenfield, Olivier Truan, Adolf Schreiner, Aram Chatschaturjan, Maurice Ravel, Dmitri Schostakowitsch, Sebastian Manz und Astor Piazzolla.

 

Biografien
Sebastian Manz, Klarinette, künstlerischer Leiter :alpenarte
Sebastian Manz wurde 1986 in Hannover geboren. Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein, spielte der Sohn eines deutsch-russischen Pianisten-Ehepaars zunächst Klavier, bevor er sich für die Klarinette entschied. Sabine Meyer und Rainer Wehle zählten zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern.

 

Seinen Durchbruch hatte Sebastian Manz 2008. Mit einem sensationellen Erfolg gewann er beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD den seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1.Preis in der Kategorie Klarinette, sowie den Publikumspreis und weitere Sonderpreise.

 

Der Musiker ist seit 2010 Solo-Klarinettist des SWR Symphonieorchesters.

 

2017 wurde Sebastian Manz mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart in der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres (Musik 19. Jahrhundert)“ mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Den ECHO Klassik hat der Ausnahmemusiker damit bereits zum dritten Mal erhalten. „Eine Einspielung wie aus einem Guss, rund und frisch“, lautete eine Begründung aus der Jury.

 

In der Saison 2016/17 gastierte Manz als Solist bei Beethoven Orchester Bonn, dem Symphonieorchester Vorarlberg, den Hofer Symphonikern und der Württembergischen Philharmonie.

 

Neben Auftritten bei zahlreichen Festivals zählen die Debüts beim NHK Symphony Orchestra in Tokio, beim Real Orquesta Sinfónica de Sevilla, sowie beim Berner Symphonieorchester zu den Saison-Highlights 2017/18.

 

Seit Sommer 2018 ist Sebastian Manz zunächst für drei Jahre Mitglied im renommierten „CMS Two“-Programm der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York.

 

Eva-Nina Kozmus, Querflöte, Intendantin in Residence :alpenarte, Frühjahr 2019
Eva-Nina Kozmus ist 1994 in Celje/Slowenien geboren. Sie ist Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und die einzige slowenische Musikerin, die den renommierten Eurovisionswettbewerb für junge Musiker 2010 für sich entscheiden konnte. Ihre musikalische Laufbahn hat sie mit fünf Jahren begonnen. Die Flötistin studierte bei Prof. Milena Lipovsek und absolvierte erfolgreich ihre Studien am Konservatorium für Musik und Ballett in Ljubljana. Am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Lyon graduierte Eva-Nina Kozmus 2013 und machte 2015 ihren Masterabschluss.

 

Die leidenschaftliche Kammermusikerin spielte bereits in verschiedenen internationalen Ensembles und ist immer wieder Gast bei Festivals wie NEXT GENERATION. Auf Einladung von Rolando Villazon wird Eva-Nina Kozmus 2020 ihr Debüt bei den Mozartwochen in Salzburg geben.

 

Als Solokünstlerin ist sie mit Orchestern wie Wien Radio Symphonie Orchester, dem Lyon National Symphony Orchestra und dem Berlin Youth Symphony Orchestra aufgetreten und hat mit Dirigenten wie Stefan Sanderling, Cristian Orosanu oder George Pehlivanian zusammengearbeitet.

 

Eva-Nina Kozmus spielt regelmäßig im Sinfonieorchester Liechtenstein, ist Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und Mitglied des ENSEMBLES ESPERANZA.

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