Alfred Maier: Mit Heu und Hafer zum Zuchterfolg

Züchter Alfred Maier mit Miss Silvi und ihrer Prämien Schleife. Auch die Haflingerstute Sorina (hier mit Erika Maier) bekommt eine Schleife.
Züchter Alfred Maier mit Miss Silvi und ihrer Prämien Schleife. Auch die Haflingerstute Sorina (hier mit Erika Maier) bekommt eine Schleife. ©est
Die Haflingerstute Silvi wurde kürzlich zur Landessiegerin gekürt und wie alles begann.
Die Haflinger unter sich mit Züchterfamilie Alfred und Erika Maier

Schruns/Hohenems Die vierjährige Haflingerstute Silvi konnte kürzlich bei der Haflingerausstellung vor einer Kommission die Siegerschleife mit nach Hause bringen und war somit „Miss Silvi“.

"Freue mich sehr"

„Ich freue mich sehr über unseren Züchtererfolg“, so Alfred Maier stolz und tätschelt dabei die Siegerin. Bei der Qualifikation wird besonders der Typ des Pferdes, der Rahmen, den Kopf, den Hals, die Gangart des Pferdes, sowie viele andere besondere Merkmale bewertet. Schon ihre Vorfahrin Saschka wurde 1991 zur Landessiegerin gekürt. Somit ist die Mutterlinie bei Silvi schon in der sechsten Generation ein Zuchterfolg. „Züchten heißt für mich, in Generationen zu denken. Man nimmt dazu die besten Tiere, die dem Zuchtziel am nächsten stehen“, erklärt Maier. Und das Zuchtziel ist ein sportliches, familienfreundliches Pferd das universell einsetzbar ist.

Das Haflinger Pferd ist eine Gebirgsrasse und eignet sich als Tragtier bis zum Freizeitpferd und ist auf der ganzen Welt verbreitet. Die Haflingerfohlen werden schon früh geprägt und dann einer Zuchtkommission vorgestellt. Andere sind als beliebte Reittiere in Verwendung. Die jungen Pferde zeichnen sich durch einen natürlichen Instinkt und Charakterstärke aus und strotzen vor Gesundheit.

Hopp, hopp, hopp, Pferde laufen im Galopp

Heute darf Miss Silvi mit ihrem Hengstfohlen Wunderwuzzi und mit der Haflingerstute Sorina sowie mit anderen Pferden auf der Weide nach Herzenslust austoben. Die Familie Maier vom Gestüt Sonnenhof betreibt auch eine Landwirtschaft mit Milchbetrieb. Alfred Maier ist seit 1983 Mitglied des Tiroler Haflinger Vereins und konnte auch schon mehrere Erfolge bei der Weltausstellung in Ebbs (Tirol) mehrere verzeichnen. „Ich freue mich sehr über unsere Pferde. Und dass unsere Familie auch mithilft“, ergänzt Erika Maier, die gute Seele auf dem Sonnenhof.

Rezept für einen Zuchterfolg

„Der Haflinger benötigt viel Liebe und genügend zeitliche Hingabe, viel Auslauf mit einer naturnaher Weidung und auch Alpung mit anderen Pferden. Heu und Hafer, dazu die tägliche Fellpflege wie Bürsten und Striegeln für ein schönes Outfit sowie genügend Streicheleinheiten von der Züchterfamilie. Wir reiten mit unseren Pferden selber aus“, so der Maier. Besonders erwähnt der Hobbylandwirt, dass seine Haflinger sogar bei der Lawinenverbauung in Bartholomäberg und Gargellen zum Säumen einsetzbar waren.

Wie es mit der Haflingerzucht in Schruns anfing

1956 züchtete schon Richard Weckerle und Rupert Schallert eine erfolgreiche Haflinger Linie. Franz Berthold war 1981 schon einmal der Landessieger. Anna Galehr verzeichnete große Erfolge mit den Haflingern „Amadeus und Alpenstein“. Sie und die Familie Maier exportierten vor 30 Jahren zwei Zuchtfohlen in die USA. Die Nachkommen werden heute weltweit in der Haflingerzucht verwendet. Auch nach Belgien und Tschechien hat die Züchterfamilie Maier ihre Haflinger verkauft.

Kurze Pause

Die Landessiegerin Silvi darf sich im Juni wieder vor einer nationalen Jury in Ebbs präsentieren. Die Weltausstellung ist Corona bedingt auf 2025 verschoben. Was sich Alfred Maier wünscht: „Ich wünsche mir für unsere Familie und unsere Pferde Gesundheit.“, so Maier. „Alles Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde“, sagt schon ein Sprichwort. EST

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