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Mit ersten Brückenbauten startet das Projekt „Strandbad Lochau“

Mit dem Abbruch des Strandbad-Sanitärgebäudes beginnen die umfangreichen Bauarbeiten am See begonnen. Im Mittelpunkt stehen die Brückenbauten in den Bereichen Landesstraße L 190, ÖBB und Bodenseeradweg.
Mit dem Abbruch des Strandbad-Sanitärgebäudes beginnen die umfangreichen Bauarbeiten am See begonnen. Im Mittelpunkt stehen die Brückenbauten in den Bereichen Landesstraße L 190, ÖBB und Bodenseeradweg. ©Schallert
Lochau. - Die Gemeindevertretung hat dem Projekt „Strandbad Lochau NEU“ mit einem Nettokostenaufwand von rund einer 1,2 Millionen Euro zugestimmt. Und mit dem Abbruch des Sanitärgebäudes beginnen die umfangreichen Bauarbeiten am See.
Projekt „Strandbad Lochau NEU“
NEU

Im Fokus des Projektes stehen die dringend notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen samt Renaturierung von Kugelbeerbach und Oberlochauerbach von der Landstraße bis hinunter zur Mündung in den Bodensee. Dazu gehört im ersten Bauabschnitt insbesondere die Erstellung der Brückenbauwerke für die Bachdurchlässe in den Bereichen Landesstraße L 190, ÖBB und Bodenseeradweg.

Platz für den Brückenbau

Um für die Errichtung der ÖBB-Brücke den entsprechenden Platz zu schaffen, muss das Strandbad-Sanitärgebäude direkt am Kugelbeerbach abgerissen werden. Der Bach selbst wird umgelegt. Über die Sommermonate wird dann an den vier neuen Brückenelementen über den Kugelbeerbach bzw. den Oberlochauerbach an Bahn und Radweg gearbeitet. Der große abschließende „Einschub“ der beiden ÖBB-Brücken soll Anfang September erfolgen. Die beiden Brückenelemente an der Landesstraße L 190 werden voraussichtlich im Jahr 2021 erstellt.

Abbruch des Strandbadgebäudes

Neben diesen Bauarbeiten läuft der Badebetrieb im Strandbad über die Sommermonate „normal“ weiter. Nach Beendigung der Badesaison 2019 und dem erfolgreichen Abschluss der Brückenbauten erfolgt im Herbst der Abbruch des bestehenden Strandbadgebäudes.

Neubau nach 60 Jahren

Mitte der 1960er Jahre musste das erste öffentliche „Gemeinde-Strandbad“ aus dem Jahr 1935 dem Bau der Pipeline weichen, heute erforderten die Hochwasserschutzmaßnahmen samt den neuen Brückenbauten am Kugelbeerbach neue Lösungen.

Nach rund 60 Jahren muss nicht nur die Gebäude-Infrastruktur dringend erneuert werden, auch die Umkleidekabinen sowie der Kiosk samt den dazugehörenden Depoträumlichkeiten entsprechen samt dem „Umfeld“ nicht mehr den Erwartungen, die heute an ein modernes Freibad gestellt werden.

So hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den das Büro Innauer-Matt (Bezau) gewann.

Auch die Gemeindevertretung hat dem „reduzierten“ Projekt mit einem Nettokostenaufwand von rund 1,2 Millionen Euro netto zugestimmt. Standort und Gebäudestruktur erfahren keine wesentliche Veränderung. Das Umfeld mit den Außenanlagen, dem Zugang- oder Eingangsbereich, dem Kiosk und den Fahrradabstellplätzen wurde entsprechend aufgewertet.

Beliebtes Familienbad

Das Projekt setzt auf Bewährtes und respektiert natürliche und bauliche Grenzen. „Wir wollen das beliebte Familienbad am attraktiven Lochauer Bodenseeufer in seiner vielfach geschätzten Art erhalten. Auf touristisch ausgelegte Attraktionen wie Sportbecken, Rutschen oder Aussichtsplattformen wurde bewusst verzichtet“, so Bürgermeister Michael Simma.

Die schützenswerten Bäume werden durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt. Ebenfalls bleiben die bestehenden Liegeflächen sowie die Sporteinrichtungen wie Kinderspielplatz, Fußballkäfig, Tischtennis-Tische oder Beachvolleyball-Anlage erhalten. Geplante Eröffnung des neuen Bades ist im Mai 2020.

(red.)

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