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"Mit den Judokas an die Weltspitze"

Patrick Rusch (30) ist seit 2005 Landesverbandstrainer der Vorarlberger Judokas. Von 1998 bis 2004 hat der Bregenzer international an der Spitze mitgehalten. Ein dritter Platz im Weltcup, ein dritten Platz bei der U20-WM, fünf Medaillen bei Militärweltmeisterschaften, neun Österreichische Meistertitel stehen auf der Erfolgsliste des jetzigen Judotrainers.

Seit Jänner ist Rusch beim Sportservice Vorarlberg angestellt, seine Schützlinge sollen schon bald in seine Fußstapfen treten.

Wie stellt sich die Judoszene aktuell in Vorarlberg dar?

Wir kämpfen mit dem LZ Vorarlberg in der ersten Bundesliga. Wir werden ein schwieriges Jahr haben, weil die Legionäre nicht gekommen sind. Zudem haben wir nur berufstätige Sportler. Bei der Jugend sind wir sehr erfolgreich, im Vorjahr gab es bei den U17-Weltmeisterschaften Bronze durch Michael Greiter, auch sonst zeigt der Dornbirner immer wieder auf. Derzeit wird in sieben Klubs gearbeitet, bei den Vereinen setzt sich immer mehr die Zusammenarbeit durch.

Fördern Sie diese Zusammenarbeit?

Ich bin natürlich sehr dafür, wir bieten Nachwuchstrainings an, an dem alle Vereine kostenlos teilnehmen können. Es kann jeder kommen, eine sportliche Grundausbildung ist Voraussetzung dafür. Mein früherer Trainer Reinhold Lorenzi führt diese Trainings durch.

Wie sehr kommt Judo in der Bevölkerung an?

Eigentlich sehr gut, ich höre das immer wieder, für Kinder ist Judo ein toller Sport, sie lernen Disziplin, es gibt traditionelle Werte. Außerdem lernen die Kinder das Fallen, und zwar so, dass Verletzungen möglichst verhindert werden. Interessant ist auch die Tatsache, dass Ärzte hyperaktiven Kindern das Judotraining empfehlen.

Wie groß ist der Trainingsumfang eines Nachwuchs-Judoka?

Sechs bis acht Stunden wöchentlich, das sind drei bis vier Einheiten. Im Sportgymnasium absolvieren die Athleten sieben bis acht Einheiten pro Woche.

Können Vorarlberger Judokas die internationale Spitze erreichen?

Mit Michael Greiter (17) haben wir derzeit einen Judoka, der auf dem Weg zur internationalen Spitze ist. Im Sportgymnasium gibt es derzeit eine Hand voll Talente, die derzeit alles für den Judosport geben – mit Aussicht auf Erfolge auf internationaler Ebene. Viele Sportler gehen aber im Alter von 15 oder 16 Jahren verloren. Gut werden sehr oft Sportler, die im Kinder- und Schülerbereich, noch nicht wirklich an der Spitze waren. Die Besten im Nachwuchs werden nicht immer die Besten bei den Erwachsenen.

Wann fangen Kinder mit dem Judosport am besten an?

Kinder fangen zum Teil in spielerischer Form mit vier Jahren an. Das Kämpfen untereinander fängt schon sehr früh an, echte Wettkämpfe beginnen im Schüleralter.

Für die Eltern sind Sporttalente eine riesige Herausforderung, wie viel Zeit müssen Eltern investieren, um ihre Sprösslinge an die Spitze zu begleiten?

Wichtig ist, dass die Eltern bei Turnieren ihre Kinder unterstützen und begleiten, sei vor allem nicht davon abhalten – etwa durch andere Aktivitäten. Im Kindesalter ist es natürlich notwendig, die Kinder zum Training zu bringen. Insgesamt ist es natürlich schon ein Aufwand. Ich denke, man muss den Kindern die Chance, eine Sportart, die sie betreiben wollen, auch anständig und ordentlich, machen zu lassen. Klar ist: Ohne Eltern geht es nicht.

Welche körperlichen Voraussetzungen braucht ein Judoka?

Grundschnelligkeit, koordinative Fähigkeiten müssen passen. Von Haus aus Kraft zu haben, ist auch kein Nachteil. Auch physische Stärke ist gefragt – und vor allem Selbstdisziplin.  Sportarten, die Kraft und Koordination fördern, sind natürlich gute Ergänzungen, wie auch zum Beispiel Hallenhockey, wo die Spitzigkeit gefragt ist. Wir bauen das alles ins Training ein. Michael Greiter ist auch ein sehr guter Tennisspieler, er hat sich aber schon vor Jahren für das Judo entschieden.

Sie sind vom Sportservice als Landestrainer angestellt, mit wem arbeiten Sie im Training?

Ich arbeite seit September mit dem Leistungszentrum in Hohenems – mit der Bundesligamannschaft. Dann mit den Judokas im Sportgymnasium, außerdem leite ich das Training des Vorarlberger Kaders. 14 Wochen im Jahr bin ich pro Jahr unterwegs auf Wettkämpfen und Trainingslager. Wir müssen das sehr oft verknüpfen, oft hängen wir an einen Wettkampf einige Trainingstage an. Dort haben wir die entsprechenden Gegner, um unsere Judokas weiter entwickeln zu können.

Wo wird der Judosport in Vorarlberg in fünf Jahren stehen?

Ich hoffe, dass wir in Österreich wieder zur Spitze kommen, mit Medaillen bei Staatsmeisterschaften. International rechne ich bis 2015 mit WM- und EM-Medaillen, Greiter wollte 2016 in Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen an den Start gehen. Abhängig ist das Ganze auch davon, wieweit Athleten verletzungsfrei durch die Karriere kommen.

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