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Mit dem Fahrrad vom Ländle nach Barcelona

Daniel Luger und Nils Gutensohn - endlich in Spanien angekommen
Daniel Luger und Nils Gutensohn - endlich in Spanien angekommen ©Quelle: Gutensohn & Luger
Die beiden Schulkollegen Nils Gutensohn (19) und Daniel Luger (19) wagten sich in den Sommerferien mit ihren Fahrrädern bis nach Barcelona.
Mit dem Fahrrad nach Spanien
Fotos zur Person

Götzis/Dornbirn. (ver) Mit einem Zelt, einem Schlafsack, ein paar Kochtöpfen, guter Fahrradbekleidung und viel Klebeband ausgestattet machten sich die beiden HTL-Absolventen Nils Gutensohn aus Götzis und Daniel Luger aus Dornbirn Mitte Juli mit ihrem Fahrrad auf den Weg nach Spanien.

Fahrradchallenge unter Kollegen

„Die Idee, rund 1300 Kilometer von Vorarlberg nach Barcelona mit dem Drahtesel zurückzulegen, hatten wir vor ein paar Wochen beim Ausgehen. Keiner unserer Kollegen traute uns dieses Abenteuer zu, “ erzählen die beiden jungen Burschen, die im Juni ihre Matura an der HTL Rankweil erfolgreich absolviert haben. Innerhalb von drei Wochen wollten die beiden Freunde die spanische Millionenstadt mit dem Fahrrad erreichen. Der Reiseproviant bestand in den ersten Tagen aus Wurstbroten, Obst und Wasser. Mit viel Energie starteten die beiden in Richtung Schweiz. Die erste Nacht verbrachten sie bei Frauenfeld auf einem Grillplatz neben einem Wald.

Das Handy als Wegweiser

In der Nähe von Biel (CH) wurden die beiden Fahrradtouristen bei einer Verwandten von Nils herzlich aufgenommen. Gestärkt und frisch geduscht ging es dann weiter über Genf nach Frankreich. „Ein schöner Radweg führte uns entlang der Rhone bis in die Camargue. Wir dachten eigentlich, dass es in dieser Gegend viele Pferde gibt, “ erzählt Nils Gutensohn. In einem Nationalpark in der Camargue machten jedoch die beiden Radler unfreiwillig die Bekanntschaft mit einer Horde wilder Stiere. Zum Glück hatten die beiden Burschen rechtzeitig den Rückzug angetreten. „Die Tiere sahen mit ihren spitzen Hörnern sehr bedrohlich aus“, berichtet Daniel Luger. Die Reise führte die beiden dann durch die Pyrenäen und schließlich am Meer entlang bis in die Hauptstadt Kataloniens. Insgesamt mussten die jungen Männer rund 4000 Höhenmeter mit ihren Fahrrädern bewältigen. Sehr stolz sind die beiden Sportler, dass während der ganzen Reise nicht einmal das Verbandszeug zum Einsatz kam. Zwischendurch wurden kurze Badepausen oder Stadtbesichtigungen eingelegt. Viele Bekanntschaften wurden während eines Festes auf einem Campingplatz in der französischen Schweiz geschlossen. „Unser Handy gab uns die Route vor. Unterwegs sorgte eine mobile Solarladestation für einen vollen Akku, “ verrät Nils.

Beeindruckt von Montserrat

„Wir sind sehr stolz, dass wir unser Ziel mit dem Fahrrad erreicht haben. Keiner hat uns das zugetraut. Vor allem sieht man auf diese Weise mehr vom Land, lernt nette Menschen kennen und erlebt vieles mehr, als wenn man mit dem Flugzeug, der Bahn oder dem Auto reist,“ betonen die beiden Radreisenden. Einen tiefen Eindruck machte die Stadt Montserrat in den Pyrenäen auf die beiden Burschen. Die gesamte Stadt ist in Felsen eingebettet. Deren Mittelpunkt bildet das Benediktinerkloster Montserrat. Beeindruckend sei die grandiose Aussicht auf das Hinterland von Barcelona. Schließlich war die Freude sehr groß, als Barcelona erreicht wurde. Nach ein paar Tagen in der katalanischen Hauptstadt entschieden sich die beiden Abenteurer für den Rückflug nach München. Mit U Bahn und Zug ging es zum Flughafen in Barcelona. Eine große Aufgabe stellte dann das Verpacken der Fahrräder dar, die dann in letzter Minute den Rückweg in die Heimat antraten. Im Herbst wartet auf die beiden Burschen eine weitere Herausforderung: Für Nils beginnt der Zivildienst und Daniel startet den Grundwehrdienst im Bundesheer.

Zur Person

  • Nils Gutensohn: Geburtstag: 18. 3. 1997; Wohnort: Götzis; Ausbildung: Matura an der HTL Rankweil; Hobby: Handball
  • Daniel Luger: Geburtstag: 6.9.1996; Wohnort: Dornbirn; Ausbildung: Matura an der HTL Rankweil; Hobby: Tennis

Homepage: www.travelgulu.com

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