Mit Atemschutzmaske dem Feuer entgegen

Am Wochenende übten die Atemschutz-Truppen für den Ernstfall.
Am Wochenende übten die Atemschutz-Truppen für den Ernstfall. ©Feuerwehr Lustenau
 Die Atemschutz-Truppe der Feuerwehr Lustenau probte den Ernstfall.
Mit Atemschutzmaske dem Feuer entgegen

 

Lustenau Immer dann, wenn Menschen in stark verrauchten Gebäuden eingeschlossen sind, kommt die Atemschutz-Truppe der Feuerwehr zum Einsatz. Auch bei der Feuerwehr Lustenau gibt es rund 50 Frauen und Männer, die im Ernstfall im Feuer nach Vermissten suchen können. Mit Atemschutzmaske, Sauerstoffflasche und spezieller Kleidung ausgestattet, können sie dem Feuer entgegentreten und eingeschlossene Menschen bergen. Vergangenes Wochenende fand dazu im Feuerwehrhaus eine Übung für die Atemschutztruppen von Feuerwehrstationen des Unterlandes statt.

Übung in LKW-Sattelzug

„Es war eine geniale Übung. Von links. Von rechts. Von hinten. Einfach von überall kam Feuer. Wir haben gleich mehrere Löschübungen im Sattelzug geprobt“, erklärt Feuerwehrmann und Atemschutz-Ausbildner Andreas Schmid (47) aus Lustenau. Die Firma Dräger stattet die Feuerwehr mit Atemschutzmasken aus. Sie hat für die Träger der Masken einen eigenen LKW-Sattelzug konstruiert und bot den Atemschutztruppen der Feuerwehr im gesamten Unterland eine Übung an. Realitätsnahe Situationen wie ein Zimmerbrand mit starker Verrauchung, bei dem Personen gerettet werden müssen oder ein ganzer Wohnungsbrand, bei dem die richtige Löschtaktik angewendet werden musste, beinhaltete die Aufgabe im speziell angefertigten Sattelzug. Auch ein Kellerbrand wurde im LKW simuliert. Dazu wurde ein Aufstieg über die Schiebeleiter und ein Abstieg zur Brandbekämpfung geprobt.

Anspruchsvolle Atemschutz-Ausbildung

„Nicht jeder Feuerwehrler ist automatisch befugt, mit Atemschutzgerät Menschen zu retten“, erklärt Schmid. Zahlreiche Prüfungen müssen im Vorfeld abgehalten werden. „Die Feuerwehrleute sind einer enormen Belastungsprobe ausgesetzt“, so Schmid. Zweimal jährlich finden für die Atemschutz-Trupps die Leistungsprüfungen statt, bei denen sie mit gut 20 Kilogramm Ausrüstung in einem Zeitlimit verschiedene Übungsstationen durchlaufen müssen. Die jährlich stattfindende Überprüfung soll die körperliche Tauglichkeit der Feuerwehrmänner und -frauen gewährleisten. „Wir sind das ganze Jahr auf körperlichem Höchststand“, sagt Schmid. Nach der Übung beim Feuerwehrhaus wissen die Atemschutz-Trupps wieder, dass sie für den nächsten Einsatz bestens vorbereitet sind. bvs

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