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Mister Bond kurz ganz nah gestanden

Lauterach - Eigentlich singt sie ja. „Meist in der Badewanne.“ So ziemlich alles, von Fendrich bis Chop­lin. Aber noch ist die Band nicht gefunden, die nach einer Frontfrau sucht.

Und da selbst Alexandras Zwergpinscher „Vincenzo“ schon Laufstegerfahrung hat, war der Sprung von Frauchen vor die Kamera gewissermaßen vorprogrammiert. Vincenzo fletscht die Zähnchen und knurrt. Er hat immerhin Modeaufnahmen hinter sich. Alexandra Mattis hingegen wurde auf Anhieb in Cinemascope gedreht. Als eine von 1500 Statisten beim neuen Bond-Streifen, der eben in den Kinos anläuft. Und Vorarlberg berühmt machen wird, hoffen die Touristiker. Alexandra wird ihn morgen sehen. Im Festspielhaus. „Ein Quäntchen Trost“ wird sie auch dann nicht brauchen, wenn ihre Szenen dem Filmschnitt zum Opfer fielen. Die Erinnerung an die Dreharbeiten kann ihr schließlich keiner nehmen.

Nach einer langen Nacht

Wie das alles angefangen hat? Zwei mal ging sie zum Casting. Hat sich an jenem Freitag im Jänner die Hacken abgefroren in ihrem Ballkleid, draußen vor dem Kornmarkttheater. Ging dann wieder unverrichteter Dinge nach anderthalb Stunden. Hat in der Nacht zum Sonntag „durchgetanzt“ und ist direkt um 6 Uhr früh nochmals hin zum Casting. Und wurde prompt genommen. Wie sie im Frühling gedreht haben? Du meine Güte! „Die Melodien der Tosca hab ich heute noch im Ohr.“ Hat sie ihn denn auch mal ganz nah erlebt, den James Bond persönlich? „Na klar.“ Im Foyer des Festspielhauses hat sie mit einem Ravensburger ein Pärchen gemimt. Da lief Daniel Craig unentwegt vorbei. Wie oft sie das gedreht haben? „Keine Ahnung.“ 30 Mal, 40 Mal? Die Rauchpausen verbrachten sie unmittelbar vor seinem Truck. „Ein Lauteracher war sein Fahrer.“ Da hatte Alexandra Infos aus erster Hand. Als Manchester United spielte, sah sie Mister Bond in jeder freien Minute zum Fernseher hasten. So nah war sie ihm. Und doch bleibt Sean Connery ihr Favorit. „Der ist der Beste.“ Trotz seines Alters? „Dafür hat er Charme“, sagt Alexandra Mattis, und Pinscher „Vincenzo“ legt brav die Ohren an.

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