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Missionskreis der Dompfarre unterstützt „Dach überm Kopf“ in Indien

Das neue Haus, gewidmet „Pater Neuner aus Feldkirch“ wird von Pfarrer Georg und dem Bischof der glücklichen Familie übergeben.
Das neue Haus, gewidmet „Pater Neuner aus Feldkirch“ wird von Pfarrer Georg und dem Bischof der glücklichen Familie übergeben. ©Helmut Köck/Pfarrer Georg
Feldkirch. (koe) Engagierte Hilfe für die arme Bevölkerung in Indien hat eine lange Tradition, stammen doch zwei bekannte Missionare aus der Montfortstadt. 
1600 Häuser für Indien

Pater Richard Wasserer S.J.
Wer erinnert sich in Feldkirch nicht an das weitum bekannte Woll- und Kurzwarengeschäft Wasserer im „Goaßzipfel“ in der oberen Neustadt? Es hatte bis zum Jahre 1992 Bestand und wurde anfangs der 20er Jahre von Witwe Anna Wasserer gegründet. Die tüchtige Anna war nicht nur für den Aufbau und die Führung des Geschäftes, sondern auch für die große heranwachsende Familie allein verantwortlich. Vier Buben schenkte sie das Leben. Josef und Richard studierten Theologie und im Jahre 1934 betrat Richard erstmals indischen Boden und wurde als Indienmissionar tätig. 65 Jahre seines langen Lebens blieb Richard Wasserer Indien treu und verstarb im hohen Alter von 95 Jahren. Manche Anekdoten blieben über den beliebten Missionar, Praktiker und Optimist aus Überzeugung, der insgesamt wohl viele tausende Kilometer Weg zu seinen Pfarrkindern auf seinem legendären Fahrrad zurücklegte, erhalten. Erhalten blieb aber ebenso eines seiner Lebenswerke. Er gründete eine bis heute bestehende Patenschaftsaktion, welche Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht.

Pater Dr. Josef Neuner
wurde 1908 in Feldkirch geboren und verstarb mit 101 Jahren. Von 1938 bis ins hohe Alter wirkte P. Josef Neuner als bekannter Theologieprofessor in Pune und konnte sich in dieser langen Zeit nicht nur als Theologe, sondern sich auch als Buchautor mit zahlreichen Veröffentlichungen einen hervorragenden Ruf verschaffen. Vor allem aber gilt er bis heute als Brückenbauer zu fremden Kulturen und Religionen. Während des II. Vatikanischen Konzils erfolgte im Auftrag der indischen Bischöfe seine Mitarbeit beim Dekret über die Priesterausbildung und die Konzilserklärung über die nichtchristlichen Religionen. Pater Josef wurde bei den Christen Indiens sehr verehrt. So war er auch mit Mutter Theresa persönlich bekannt und wirkte nun bei ihrem Seligsprechungsprozess aktiv mit. Große Unterstützung und theologische Beratung gewährte er ebenso mehreren Ordensgemeinschaften. So z.B. nehmen die “Helpers of Mary” sich mit größtem persönlichen Einsatz der Ärmsten der Armen an, sie unterhalten im Gebiet von Mumbai so genannte “Slums-Schools” und Leprastationen, aber auch Schulen und Kindergärten.

In alter Verbundenheit
So bemüht sich der Missionskreis der Dompfarre St. Nikolaus, das Lebenswerk dieser beiden bedeutenden Feldkircher auch finanziell zu unterstützen. Aktuellstes Beispiel ist nun die Finanzierung eines einfachen Hauses für die Hilfsorganisation „Dach überm Kopf“, welche der jetzige Pfarrer von Göfis ins Leben gerufen hat und mit viel Herzblut selbst leitet.

Engagiertes Hilfsprojekt
Pfarrer „Georg“ Thaniyath Varghese kehrte nach seinem Theologiestudium in Österreich nach Indien zurück, um dort als Seelsorger tätig zu sein. Während dieser Zeit war er permanent mit großflächiger Armut und Menschen, welche unter unwürdigen Bedingungen in armseligen Hütten lebten, konfrontiert. Spontan kam ihm eines Tages der Gedanke, eine Hilfsorganisation zu gründen, um diesen Menschen zu helfen. Er kehrte nach Österreich zurück und wirkte dann als Pfarrer in Hohenems St. Konrad. Er setzte seine Gedanken in die Tat um und gründete die Hilfsorganisation „Dach überm Kopf“. Was zuerst aufgrund eines Versprechens mit einem Haus begann wuchs bis heute zu über 1.600 gespendeten Häusern an. “Die Unterstützung aus dem Ländle war großartig. Ob aus meiner Pfarre Hohenems, privaten- oder Schulprojekten, oder von der Leserfamilie der VN, überall her kamen großherzige Spenden“, schwärmt der engagierte Priester, der alles fein säuberlich verwaltet und kontrolliert. Ein fertiges Haus kostet unter € 3.000, wobei sehr viel Eigenleistung von den Familien und Freunden erbracht werden muss.

10.000 Menschen geholfen
Besonders nach dem schrecklichen Tsunami ermöglichten die Vorarlberger betroffenen Familien ein Dach überm Kopf zu geben. Rund 10.000 Menschen im Bundesstaat Kerala in Südindien erhielten im Laufe der Zeit ein stabiles Heim, gleich ob sie Christen, Hindu oder Moslem waren. Gleichzeitig werden auch Waisenheime, Schulen, eine einfache Klinik und Arbeitsprojekte unterstützt.

Spenden
Wenn auch sie einen Beitrag für ein weiteres Haus geben möchten, so steht folgende Bankverbindung des Missionskreises Feldkirch zur Verfügung:
Raiffeisenbank Feldkirch, BLZ 37422 Konto-Nr. 43794 (Feldkirchs Indienhilfe).

Projektinfo
„Dach überm Kopf“
Pfr. Mag. Varghese “Georg” Thaniyath
Kirchstraße 5, 6811 Göfis, +43 5522 73 790 – 12,
thaniyan@dachuebermkopf.com, www.dachuebermkopf.com

 

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