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Millionenschwere Investitionen bei Hirschmann Automotive

Millionenschwere Investitionen bei Hirschmann Automotive Hirschmann.
Millionenschwere Investitionen bei Hirschmann Automotive Hirschmann. ©VOL.AT/Klaus Hartinger
Rankweil. Der Automobilzulieferer Hirschmann Automotive GmbH steht in den kommenden drei Jahren vor einem millionenschweren Investitionsprogramm. Wie Geschäftsführer Thomas Mayer im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com erklärte, werde Hirschmann rund 185 Millionen Euro an mehreren Standorten des Unternehmens investieren.

Allein etwa 40 Millionen Euro fließen in den Stammsitz in Rankweil. Für die Erweiterung der Lehrwerkstatt und des Werkzeugbaus werde ein neues Gebäude mit einer Nutzfläche von 5.400 Quadratmeter errichtet. Dort sollen dann für rund 60 Lehrlinge und 100 Werkzeugmacher modernste Arbeitsplätze geschaffen werden. “In den kommenden zwei Jahren haben wir bei den Werkzeugmachern einen zusätzlichen Personalbedarf von mindestens 25 Mitarbeitern”, so Mayer. Derzeit beschäftige man in Rankweil rund 730 Mitarbeiter, heuer soll der Personalstand im Ländle auf etwa 800 Beschäftigte anwachsen. Deshalb investiere das Unternehmen hierzulande auch in ein neues Mitarbeiterzentrum mit Kantine sowie Schulungs- und Konferenzräumen.

Ausbau der zu Rankweil gehörenden Standorte

Gleichzeitig mit dem Ausbau des Stammsitzes sollen auch die Produktionsstandorte von Hirschmann in Tirgu Mures (Rumänien) und in Kenitra (Marokko) hinsichtlich ihrer Kapazitäten durch zusätzliche Produktions- und Logistikgebäude verdoppelt werden. Diese beiden Standorte dienen gemeinsam mit einem dritten Werk in Vsetin (Tschechien) als “verlängerte Werkbänke” für das Werk in Rankweil. “Der Stammsitz und diese drei dazugehörenden Werke beliefern insbesondere den europäischen Markt”, so Mayer.

Werke in China und bald auch in Mexiko

Etwas anders aufgestellt, nämlich nicht als “verlängerte Werkbank” von Rankweil, ist das im November 2014 in Betrieb genommene Werk in Nantong (China). Denn dieser Standort verfüge nicht nur über eine Produktion, sondern auch über einen eigenen Vertrieb. “Nantong ist eigenständig am regionalen Markt in China tätig”, so Mayer. Derzeit beschäftige das Unternehmen dort 70 Mitarbeiter, mittelfristig – also in drei bis fünf Jahren – sollen es bis zu 500 Beschäftigte sein. Doch damit nicht genug: In Mexiko werde Hirschmann in San Miguel bis Mitte 2016 ebenfalls einen eigenständigen Produktionsstandort inklusive Vertrieb und Kundenbetreuung in Betrieb nehmen. Das entsprechende Grundstück mit etwa 20.000 Quadratmeter habe man gekauft, im Sommer 2015 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das Investitionsvolumen beziffert Mayer mit etwa 25 Millionen Euro. Mittelfristig sollen auch an diesem Standort schlussendlich etwa 500 Mitarbeiter tätig sein.

Hirschmann folgt seinen Kunden global

Mit der Inbetriebnahme des Produktionswerkes in China und dem Aufbau eines neuen Werkes in Mexiko folge Hirschmann nicht nur seinen Kunden, sondern einem Trend in der internationalen Automobilbranche. Der Fachbegriff dafür ist “local content”. Mayer: “Es gibt eine vermehrte Lokalisierung der Wertschöpfungskette. Dem tragen wir durch Standorte in China und in der NAFTA-Region Rechnung.” Diese Anforderungen an die Kfz-Hersteller und deren Zulieferer hinsichtlich mehr lokaler Wertschöpfung in einem Land hätten oft einen politischen Hintergrund. Gemeinsam mit den europäischen Standorten könne Hirschmann seinen Kunden zukünftig “globale Angebote” für ihre unterschiedlichen Standorte in allen wichtigen Wirtschaftsräumen liefern. Das sei heutzutage ein Muss, wenn man in dieser Branche bestehen wolle, so der Hirschmann-Geschäftsführer. Auch die Gründung eines eigenen Vertriebsbüros in Detroit (USA) im zweiten Quartal 2015 müsse unter diesem Aspekt gesehen werden. Hier sollen Applikationsingenieure gemeinsam mit Vertriebsingenieuren Projekte bei großen amerikanischen Automobilherstellern bearbeiten.

Wiederholt zweistellige Zuwachsraten

Dieses Investitionsprogramm von Hirschmann wäre nicht möglich ohne eine entsprechende Geschäftsentwicklung. So hat das Unternehmen im Vorjahr einen Umsatz von 235 Millionen Euro erzielt, ein Plus von 18 Prozent. Dieses zweistellige Wachstum ist allerdings kein Sonderfall, sondern in der jüngeren Vergangenheit des Unternehmens beinahe die Regel. So legte Hirschmann schon 2013 um zehn Prozent und 2012 um 14 Prozent zu. Mit der Ertragssituation für 2014 zeigt sich Mayer zufrieden, ohne Detailzahlen zu nennen. Ein Blick in die Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre zeigt jedenfalls deutlich positive Ertragszahlen.

Auch heuer Umsatzplus von 20 Prozent geplant

Und auch für 2015 rechnet Mayer mit einem Umsatzplus von etwa 20 Prozent auf dann 285 Millionen Euro. Verantwortlich für diese aktuelle Entwicklung seien insbesondere Marktanteilsgewinne sowie das starke Wachstum der wichtigsten Kunden – deutsche Kfz-Premiumhersteller – auf der ganzen Welt. “Unsere derzeit größte Herausforderung liegt sicherlich in der Bewältigung dieser Wachstumsraten”, so Mayer. Denn mit den genannten Investitionen peile man mittelfristig ein Umsatzvolumen von 400 Millionen Euro an.

Konsequente Nischenstrategie

Als mit einen Grund für die momentane Situation von Hirschmann am Markt nennt Mayer auch die “konsequente Nischenstrategie” des Vorarlberger Automobilzulieferers. Das Unternehmen ist in den Bereichen Kunststoff-Umspritz-Technologie, Steck-, Kontaktierungs- und Sensorsysteme sowie Spezialkabellösungen tätig. “Das dichte Umspritzen von Metallteilen ist bei Autos, die immer noch mehr Elektronik haben, entscheidend für die Funktionalität. Die Bauteile müssen auch im Winter bei Straßensalz, in der Ölwanne oder im Benzintank noch funktionieren.” Den Produkten komme allerdings auch in der Abgasreduktion oder bei neuen Antriebssystemen eine entsprechende Bedeutung zu, auch wenn es sich zumeist nur um C-Teile handle.

Hirschmann Automotive beschäftigt derzeit an weltweit fünf Standorten rund 3.600 Mitarbeiter. Als Geschäftsführer sind seit Jahren Thomas Mayer und Volker Buth tätig, die erweiterte Geschäftsleitung besteht insgesamt aus acht Personen. Das Unternehmen gehört seit 2003 dem Fruchtsafthersteller-Brüderpaar Franz und Roman Rauch.

(WPA)

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