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Millionen-Hochwasserschäden

In den Hochwassergebieten der Alpenländer gehen die Aufräumarbeiten voran. Das österreichische Bundesheer hat dafür die Zahl der Soldaten in Tirol und Vorarlberg auf über 2000 erhöht.

Der Reschenpass ist wieder für den allgemeinen Verkehr geöffnet. Die ebenfalls gesperrte Arlbergbahn dürfte allerdings erst wieder in vier Wochen einsatzbereit sein.

In der Schweiz müssen vereinzelt Eisenbahnstrecken mit zweistelligem Millionenaufwand neu aufgebaut werden. Im Berner Oberland bleiben mehrere Bahn- und Straßenverbindungen noch für Wochen gesperrt. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) lassen am Gotthard wieder Cisalpino-Züge rollen, allerdings noch über Luzern. Die wichtige Nord-Süd-Achse A2 ist seit dem Wochenende wieder offen.

Der Ministerpräsident von Vorarlberg, Herbert Sausgruber, bezifferte den finanziellen Schaden für die Bürger allein in diesem österreichischen Bundesland mit „deutlich über 100, wenn nicht über 200 Millionen Euro“. Gebäudeversicherungen in der Schweiz schätzen den Hochwasserschaden auf mehr als eine Milliarde Franken (rund 645 Millionen Euro).

In den bayerischen Hochwassergebieten bleiben die Menschen nach Expertenmeinung voraussichtlich von einer Mückenplage verschont. „Es ist unwahrscheinlich, dass es eine Mückenplage geben wird“, sagte Andreas Rose, Insektenexperte am Institut für Zoologie an der Universität Regensburg. Die Tiere bräuchten für ihre Entwicklung rund zwei Wochen lang Tag und Nacht sommerliche Temperaturen. „Dafür ist es wahrscheinlich schon zu spät im Jahr“, erklärte der Experte.

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