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Melzer sicher in Runde zwei

Österreich ist in der zweiten Einzel-Runde der French Open mit einem Spieler vertreten. Dafür hat am Dienstag der 24-jährige Jürgen Melzer mit einem glatten 6:4,6:2,7:6-Erfolg über den Australier Wayne Arthurs gesorgt.

Der Niederösterreicher, der zuletzt zwei Mal in diesem Jahr gegen Arthurs ohne Satzgewinn verloren hatte, trifft nun am Donnerstag auf den als Nummer 29 gesetzten Russen Michail Juschnij. “Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Leistung zufrieden”, meinte Melzer. Der ÖTV-Daviscupper setzte sich dank gutem ersten Service und starken Returns gegen den zehn Jahre älteren Arthurs durch. “Wichtig war, dass ich ihm gleich ganz am Anfang den Aufschlag abgenommen habe. Das war wichtig für den Kopf”, sagte Melzer, der dem starken Aufschläger im ersten Satz drei Mal das Service abnehmen konnte. Nach 37 Minuten stand es 6:4 für den Österreicher, der nach nur 32 weiteren Minuten schon die 2:0-Satzführung hergestellt hatte. Im dritten Satz führte Melzer schon 5:3 und servierte bei 5:4 auf das Match. “Da konnte ich leider nicht zumachen. Dafür habe ich dann im Tiebreak mit einem Superpunkt auf 5:3 gestellt”, sah Melzer in diesem Ball die Vorentscheidung. Nach 1:47 Stunden hatte er im dritten Duell auf dem dritten Untergrund den Sieg in der Tasche.

Agassi strauchelte in Paris wie schon 2004
Die Zeit von Altmeister Andre Agassi in Paris ist wohl endgültig vorbei. Der Champion von 1999 verlor am Dienstag zum zweiten Mal nacheinander in der ersten Runde der French Open gegen einen Qualifikanten. Nach 2:59 Stunden verwandelte der Finne Jarkko Nieminen den Matchball zum 7:5,4:6,6:7,6:1,6:0 und Agassi schlich wie ein geprügelter Hund vom Center Court. Nach seinem Déjá-vu-Erlebnis ist es kaum vorstellbar, dass der Champion noch einmal an die Seine zurückkehren wird. Am Ende seines 17. Teilnahme in Roland Garros wirkte Agassi konsterniert, ausgelaugt und ratlos. 98 leichte Fehler und 15 Doppelfehler sprachen Bände über die Gründe der Demütigung, die der humpelnde Agassi trotz einer offensichtlichen Verletzung bis zum bitteren Ende ertrug. “Ich wollte nicht aufgeben”, sagte er. Ein Nerv im Rücken hatte sich entzündet und ihm höllische Schmerzen bereitet.

Link zum Thema:
French Open 2005
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