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"Meistens ein toller Job"

©VN/ Matt
Bregenz - Das wär geschafft. Anita Scheiderbauer hat ihr erstes Semester als Lehrerin hinter sich.

Sie hat leider nur 15 Minuten übrig. Dann muss sie die nächste Klasse vor die formvollendeten Tatsachen des “Konditional 1” stellen: “Jaimerais bien aller au cinéma ce soir – Ich würde heute Abend gern ins Kino gehen.” So was lernen die dann. Und sind sich wohl kaum bewusst, dass auch ihre Lehrerin grad ihr erstes Semester hinter sich bringt.

Eigentlich nicht vorgesehen

Anita Scheiderbauer unterrichtet seit September 2009 Sport und Französisch an der HAK Bregenz, und sie würde den Weg wieder einschlagen. Auch wenn Unterrichten nicht ihr Lebenstraum war. Als sie nach Innsbruck fuhr, “ging ich einfach studieren”. Die Entscheidung für den Lehrberuf fiel dann erst beim ersten Kurzpraktikum am Gymnasium Lustenau.

“Ich war 18, die Schüler 16”

Sie war “sehr nervös”. Stand aber, Gott sei Dank, “vor einer ganz netten Klasse”. Sie war 18, die Schüler waren durch die Bank 16 Jahre alt. “Ziemlich schräg”, das Ganze. Und dann erst der Lehrstoff: “Passé composé”, also mitten rein in die französische Grammatik. Aber es klappte. “Und die Betreuungslehrerin war sehr zufrieden.” Motiviert beschloss Anita, künftig selber Schülern was beizubringen. Und warum ausgerechnet Französisch, wo doch Spanisch in den Schulen als Wahlfach immer mehr an Boden gewinnt? “Aber Französisch hat noch immer seine Berechtigung”, erwidert sie energisch, “denken Sie an Kanada, an viele Inseln im Pazifik.” Und überhaupt: Ihr selber gefiel die Sprache einfach. “Das Land ist total toll.” Kein Wunder, hat Anita Scheiderbauer doch einen Onkel und Cousinen nahe Paris und hat Frankreich so ganz privat kennengelernt. Wollte sie ihren Schülern Land und Sprache schmackhaft machen, sie würde ihnen von der Bretagne erzählen oder vom Meer und den Bergen und natürlich von der “Dune de Pyla”.

Im Wasser und am Berg

Die größte Düne Europas erstreckt sich seit 18.000 Jahren an der Atlantikküste bei Arcachon. 2,7 Kilometer ist sie lang. Feinster Sand führt hinab ins Wasser, was Anita Scheiderbauer sehr gelegen kommt, da sie leidenschaftlich gerne schwimmt. Auch im Dienst der Wasserrettung, in den Hohenemser Rheinauen. Die Zeit bis zum Sommer überbrückt sie derzeit auf Skiern, bevorzugt in Mellau-Damüls, und streut dem neuen Skigebiet gleich Rosen: “Super” sei das gelungen, “alles ist jetzt viel näher”. So wäre das Programm der Semesterferien hinlänglich vorgegeben. Auf dass sie erholt in ihr zweites Semester geht: Mit einem freundlichen “Bonjour” auf den Lippen und nach Möglichkeit nur guten Noten im Gepäck.

ZUR PERSON

Anita Scheiderbauer

Sie hat als Junglehrerin ihr erstes halbes Schuljahr hinter sich.

Geboren: 22. Mai 1985 in Bregenz

Ausbildung: Matura am BG Schoren, Studium in Innsbruck

Laufbahn: Unterrichtet seit 2009 Sport und Französisch in der HAK Bregenz und seit Jänner auch an der HLW Marienberg

Familie: ledig

 

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