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„Mein Job bei der Pfarre taugt mir“

Bereits seit sieben Monaten macht Maximilian Neustädter seinen Job als Zivildiener. Er bekommt dabei Einblick in das pfarrliche Leben.
Bereits seit sieben Monaten macht Maximilian Neustädter seinen Job als Zivildiener. Er bekommt dabei Einblick in das pfarrliche Leben. ©Edith Hämmerle
Menschen aus der Heimat: Maximilian Neustädter (19) absolviert den Zivildienst im Seelsorgeraum Dornbirn.
Zivildiener bei der Pfarre

Dornbirn. Für sein junges Leben hat er konkrete Pläne. „Wer sein Ziel kennt, findet auch den Weg“, davon ist Maximilian Neustädter jedenfalls überzeugt. Ebenso konkret war seine Berufswahl: Er möchte Arzt werden. Deshalb paukt er neben dem Zivildienst bereits für seine Aufnahmeprüfung zum Studium an der Uni Innsbruck. Auch die Entscheidung, wo er seinen Zivildienst verrichten möchte, war für ihn klar: Entweder bei der Rettung oder bei der Pfarre. Er habe sich schon sehr früh bei der Pfarre beworben. „Trotzdem hatte ich Bedenken“, gesteht er ein. Er sei zwar gläubig, aber kein Kirchgänger und noch etwas: Er sei auch nie Ministrant gewesen. Nachdem das überhaupt kein Kriterium war, bekam er den Zuschlag für den Dienst, der die beiden Pfarren Rohrbach und Haselstauden umfasst.

Vom Job begeistert

Seit sieben Monaten macht er seinen Job und ist dabei happy, wie er sagt: „Es taugt mir.“ Die Arbeitszeiten sind ideal, zum Großteil kann er sie selbst einteilen. Er könne es jedem nur empfehlen, erzählt er begeistert. Die Arbeit sei abwechslungsreich und so listet er seine Tätigkeiten gleich auf. Viel Zeit verbringt er am Schreibtisch vor dem PC, wenn es das Administrative einer Pfarre zu erledigen gilt. Und wenn in der Pfarre Haselstauden eine Arbeit „brennt“, ist der Zivildiener gleich zur Stelle und wechselt seinen Arbeitsort. Es fallen auch handwerkliche Arbeiten an. „Manchmal fühle ich mich wie ein Hausmeister“, scherzt er beim Erzählen. Putzen müsse er zum Glück nicht, höchstens einmal den Vorplatz der Kirche kehren. Und im Winter nimmt er natürlich die Schneeschaufel gerne in die Hand. Auch beim „Beeren-Nasch-Garten“, einem Projekt, das vor Kurzem mit Kindern der VS Rohrbach startete, legte er Hand an. Dabei gab es ein Zusammentreffen mit seinem Zwillingsbruder Felix, der den Zivildienst an der Schule absolviert. Weitere Projekte gibt es beispielsweise am Marktplatz, wo sich dann auch die „Zivis“ der anderen Pfarren beteiligen.

Bereicherung im Alltag

Eine Bereicherung im Alltag sei immer das Zusammentreffen mit Menschen, mit Ehrenamtlichen, die er nach Bedarf bei ihren Tätigkeiten unterstützt. Genau das gebe ihm Einblick in das Glaubensleben. Was alles hinter den Kulissen von Freiwilligen gemacht wird, um die Kirche lebendig zu erhalten, zollt er Respekt. „Dabei habe ich einen anderen Zugang zur Kirche bekommen“, bekennt der 19-Jährige.
Den einzigen Nachteil sieht er darin, dass es im Herbst einen zweiten Lockdown gab. Deshalb fielen die Kennenlerntage und die Fortbildung flach. Das wäre eine tolle Möglichkeit gewesen mit den Zivildienern aus dem ganzen Land zusammenzutreffen. Den Erste-Hilfe-Kurs konnte er gerade noch abschließen, danach war’s vorbei“, bedauert er, „denn die Kennenlerntage finden meistens auf einer Hütte statt, das wäre eine coole Sache gewesen.“ Bevor es im Herbst zum Studium nach Innsbruck geht, wird er die Zeit im Sommer mit seinen Hobbys füllen, mit Fußball und Tennis, und sich natürlich mit Freunden treffen, da hoffe er sehr, dass es bis dann wieder möglich sein wird. EH

Zur Person
Maximilian Neustädter
Geb: 1. 9. 2001
Wohnort: Dornbirn Rohrbach
Familie: lebt bei den Eltern, eine Schwester, ein Zwillingsbruder
Beruf: Zivildiener
Hobbys: Fußball, Tennis, generell Sport
Lebensmotto: „Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“

 

 

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