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Mehr Sicherheit bei Hochwasser

Ab Mitte September werden die ersten Schritte zum Hochwasserschutz in Götzis umgesetzt
Ab Mitte September werden die ersten Schritte zum Hochwasserschutz in Götzis umgesetzt ©Michael Mäser
In der Örfla beginnen Mitte September die Arbeiten am Hochwasserschutzprojekt.

Götzis. Bereits seit mittlerweile über 16 Jahren laufen in Götzis die Planungen für den Hochwasserschutz und Ende 2019 wurde dann das aktuelle Hochwasserschutzprojekt Emmebach – Retentionsraum Örfla zur behördlichen Genehmigung eingereicht. Mitte September starten in der Örfla nun die ersten Umsetzungsmaßnahmen. 

Wetterextreme werden zunehmen 

Bei den jüngsten Hochwasserereignissen standen auch in Götzis bereits zahlreiche Keller unter Wasser und nur Dank etwas Glück konnten gröbere Überschwemmungen noch verhindert werden. Ein Teil des Damms im Bereich des Umspannwerks hielt allerdings den Wassermassen nicht stand. Dazu haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass Wetterextreme zunehmen und stärker werden und daher werden nun die ersten Teile aus dem Maßnahmenpaket umgesetzt. „Die Ereignisse der vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, dass wir künftig immer öfter mit Wetterextremen rechnen müssen. Der Schutz des dichtbesiedelten Gebiets im Götzner Ortskern muss höchste Priorität haben“, bekräftigt Bürgermeister Christian Loacker die Bemühungen der Marktgemeinde.

Durchflussmenge des Emmebach kontrollieren 

Nachdem das Bachbett des Emmebachs nur eine bestimmte Durchflussmenge durch das dicht besiedelte Ortsgebiet ableiten kann, ergab eine Machbarkeitsstudie, dass ein Rückhaltebecken die einzige Möglichkeit darstellt, die Durchflussmenge auf der „Dorfstrecke“ des Emmebachs kontrollieren zu können. Am Eingang der Örflaschlucht existieren dazu bereits Ansätze eines solchen Retentionsbeckens, das Speichervolumen reicht aber nicht aus, die Wassermengen eines größeren Wettereignisses zurückhalten zu können.

Wildholzrechen im bestehenden Rückhaltebereich 

In einem ersten Schritt für das Hochwasserschutzprojekt wird nun ein Wildholzrechen im bestehenden Rückhaltebereich oberhalb des Wasserfalls errichtet. Damit soll künftig das Treibgut aufgefangen und das Speichervolumen erhöht werden. Parallel dazu wird ein neuer Forstweg im hinteren Teil der Örfla unterhalb von Meschach errichtet um Geschiebe regelmäßig ausräumen zu können. Für die Umsetzung der ersten Schritte im Hochwasserschutzprojekt ist daher eine mehrwöchige Sperre des Rundwegs Örfla notwendig. Der Zustieg bis zum Wasserfall ist während der Arbeiten am Wildholzrechen möglich. Via Stähle ist der Weg durch die Örfla bis zur Brücke begehbar. MIMA 

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