Medaille ist erklärtes Ziel in Antholz

Die ÖSV-Biathleten zählen bei der WM in Antholz zum großen Kreis der Mitfavoriten auf der Jagd nach Edelmetall. Alle aus dem für Sprint (Samstag) und Verfolgung (Sonntag) nominierten Quartett haben im Weltcup bereits Top-Ten-Plätze erreicht.

Das ÖSV-Quartett besteht aus Ludwig Gredler, Daniel Mesotitsch, Fritz Pinter und Christoph Sumann, der bei der WM-Generalprobe in Pokljuka sogar über einen Doppelsieg (Verfolgung, Massenstart) jubeln durfte. Eine Medaille in Antholz ist daher auch das erklärte Ziel von ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler. “Edelmetall zu holen wird schwierig, aber wir können es. Es schaut so aus, als ob alle zum richtigen Zeitpunkt in Form sind.”

Ein knappes Jahr nach den Razzien in den Olympia-Quartieren der Österreicher in San Sicario könnten die damaligen Vorfälle just während der WM in Antholz erneut zum Thema werden. Denn das IOC-Exekutivkomitee könnte sich bei seiner Sitzung am 7./8. Februar in Lausanne mit dem “Fall” befassen. Gandler blickt dem aus der Sicht der aktuellen WM-Teilnehmer ruhig entgegen. “Alle, die in Antholz sind, sind frei von allen Anschuldigungen”, betonte er. Dopingkontrollen seien erwünscht, doch Gandler fordert gleiches Recht für alle. Daher hat der ÖSV nach Worten von Geschäftsführer Klaus Leistner auch vom Biathlon-Weltverband verlangt, dass der WM-Veranstalter gewährleisten müsse, die Kontrollen für alle Teilnehmer nach gleicher Art durchzuführen.

Zurück zum Sport: Der Norweger Ole Einar Björndalen könnte in der engeren Heimat seiner Gattin Nathalie Santer-Björndalen neuerlich zum Topstar avancieren. Der vierfache Olympiasieger von 2002 und vierfache Weltmeister von Hochfilzen 2005 hält bei insgesamt sieben WM-Goldmedaillen. Der 33-Jährige mit Wohnsitz in Obertilliach hat in dieser Saison sieben von neun bestrittenen Rennen im Biathlon-Weltcup gewonnen, dazu kam noch ein Sieg bei den Langläufern. Björndalen möchte ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte schreiben und als erster Athlet in einem Jahr WM-Medaillen im Biathlon und bei den Nordischen (in Sapporo) holen. Zu seinen Rivalen zählen vor allem die Russen (Nikolaj Kruglow, Dmitrij Jarotschenko) und die vom Weltcup-Spitzenreiter und dreifachen Olympiasieger Michael Greis angeführten Deutschen. Die Dichte ist enorm, 17 Athleten standen in bisher 14 Rennen auf dem Podest.

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