Materazzi gesteht Beleidigung

Marco Materazzi hat nun doch zugegeben, den französischen Fußballstar Zinedine Zidane im WM-Finale beleidigt zu haben. Was er genau gesagt hat, bleibt jedoch ein Geheimnis.

Fast zwei Drittel der Franzosen haben Fußball-Star Zinedine Zidane verziehen. 61 Prozent sehen ihrem Helden die Tätlichkeit gegen den Italiener Marco Materazzi in der Verlängerung des WM-Finales nach, nur für 27 Prozent ist der Ausraster nicht zu entschuldigen. Zidane will in den kommenden Tagen eine Erklärung zu dem Vorfall abgeben, sein Widerpart hat dies bereits getan. Materazzi bestätigte, den Kapitän der Franzosen beleidigt zu haben.

Der Inter-Verteidiger nannte weder Wortlaut noch Inhalt seiner Beschimpfung, doch will er weder Zidanes Mutter noch dessen Schwester beleidigt haben. Es sei „eine Beleidigung von der Art“ gewesen, „wie man sie Dutzende Male hört und die uns auf dem Platz oft herausrutschen“. Wie die Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtete, habe Materazzi seine Mutter im Alter von 14 Jahren verloren.

Die englische Zeitung „The Times“ will dagegen mit Hilfe einer Lippenleserin herausgefunden haben, dass Materazzi Zidane, das Kind algerischer Einwander, als „Sohn einer Terroristen-Hure“ bezeichnet haben soll. Dies dementiert jedoch der Inter-Hüne: „Ich bin nicht gebildet, ich weiß nicht einmal, was ein islamistischer Terrorist ist – und die einzige Terroristin, die ich kenne, ist sie“, fügte der 32-Jährige mit Blick auf seine zehn Monate alte Tochter hinzu.

Zidane habe sich „super-arrogant“ verhalten, nannte Materazzi den Grund für seine Beschimpfung. Wie das englische Boulevardblatt „The Sun“ berichtete, hat der Italiener seinem Gegenspieler zuvor auch in die Brustwarze gezwickt. Wie die Zeitung zudem schrieb, sei die Mutter des französischen Spielmachers erkrankt, nannte jedoch keine Details.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Fußball-WM 2006
  • Materazzi gesteht Beleidigung
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen