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Massensprint ist einzige Chance

Bernhard Eisel, Peter Wrolich und Rene Haselbacher sind Realisten genug, um bei der Straßen-WM am Sonntag in Madrid ihre Chancen einzig und allein in einem Massensprint zu sehen.

Während die großen Radsport-Nationen wie Italien, Frankreich oder Spanien neun Starter auf den relativ einfachen Rundkurs schicken, ist Österreich gerade einmal ein Trio erlaubt. “Wenn eine Gruppe weggeht, dann haben wir eben Pech gehabt. Nachfahren können wir nicht”, erklärte Eisel am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

Der spurtstarke Steirer ist auf dem Papier Österreichs größte Hoffnung auf einen Spitzenplatz im Straßenrennen. Doch entgegen dem Ratschlag von ÖRV-Bundestrainer Franz Hartl, der Teamarbeit für Topsprinter Eisel empfohlen hat, wollen die Drei erst während des Rennens entscheiden, für wen sie im Finish fahren. “Wir sind in der ersten Rennhälfte nur Passagiere, müssen alles auf eine Karte setzen. Die interne Entscheidung werden wir dann im Rennverlauf treffen”, meinte Wrolich. Teaminteressen – Wrolich und Haselbacher fahren bei Gerolsteiner – dürfen bei einer Weltmeisterschaft ohnehin keine Rolle spielen. “So ehrlich sind wir zueinander, das wir eigene Interessen hintanstellen”, erklärten Wrolich und Eisel unisono. Beide reisen erst am Freitag relativ kurzfristig nach Madrid an, um dem großen Temperaturunterschied so lange wie möglich zu entgehen. Bei den durchgehend sehr warmen Bedingungen in Spanien droht der Körper müde zu werden.

Und mit welchen Zielen reisen die drei nach Madrid? “Träumen dürfen wir. Träumen dürfen wir auch von einer Medaille”, erklärte Wrolich, der unter anderem auf der vierten Etappe der Tour de France sensationell zu Platz zwei gesprintet war. Doch der Zielsprint sei laut Angaben von Haselbacher, der am vergangenen Sonntag die Vuelta in der spanischen Hauptstadt beendet hatte, nicht einfach. Einer 180-Grad-Kurve kurz vor Schluss folgt eine leichte Steigung. Sprint-Ass Eisel bevorzugt üblicherweise vollkommen flache Finalkilometer.

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