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Massenentlassung bei St. Galler Spitälern: 440 Stellen gestrichen

©APA/Themenbild
Die Nachricht, die am Donnerstag bekannt gegeben wurde, hat für Aufruhr gesorgt. In den vier St. Galler Spitalverbunden werden in den nächsten fünf Jahren insgesamt 440 von 9000 Stellen gestrichen.

Die finanzielle Situation der Spitalverbunde sei so angespannt, dass weitreichende Sparmaßnahmen eingeführt werden müssen.

Sparmaßnahmen nicht realisierbar

Die Spitalverbunde stehen vor einer großen finanziellen Herausforderung. "Die finanzielle Lage ist dramatisch. Wir sind gezwungen, einschneidende Massnahmen in jeglichen Kostenbereichen zu treffen, damit sich das mittelfristig ändert", äußerte sich Stefan Kuhn, der Verwaltungsratspräsident des Kantonsspital St. Gallen, bei einer Pressekonferenz, wie blick.ch berichtet. Kuhn machte deutlich, dass ohne den Stellenabbau die Sparmaßnahmen nicht realisierbar wären.

Allein am Kantonsspital St. Gallen sollen in den Jahren 2023 und 2024 rund 260 Stellen gestrichen werden. Doch auch andere Spitäler sind betroffen: Im Rheintal Werdenberg Sarganserland sowie im Spital Linth kommt es zu Entlassungen. Grabs und Altstätten sollen etwa 125 Stellen in den nächsten vier Jahren abbauen. Am Spital Linth in Uznach sind 41 Stellen im Visier, wovon 34 Personen in nächster Zeit und weitere sieben im Jahr 2025 entlassen werden.

"Für alle Spitäler ein schmerzlicher Prozess"

Die Qualität der medizinischen Versorgung soll laut Kuhn trotzdem nicht beeinträchtigt werden. Die Haupteinsparungen werden in erster Linie Supportfunktionen und die Administration betreffen. "Wir bedauern sehr, dass dafür die Streichung von rund 440 Stellen nötig ist. Dies wird für alle Spitäler ein schmerzlicher Prozess sein, aber leider ist es aus Sicht des Verwaltungsrates und den Geschäftsleitungen unumgänglich", so Kuhn.

Wie viele dieser Stellen durch Kündigungen und wie viele durch natürliche Fluktuation wegfallen werden, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass diese Nachricht für die 9000 Mitarbeiter der Spitalverbunde und für die Region St. Gallen ein schwerer Schlag ist. Die Hoffnung bleibt, dass trotz der Sparmaßnahmen die Qualität der medizinischen Versorgung aufrechterhalten wird.

(VOL.AT)

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