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Markt mit Tradition, Nostalgie und Eduard

„D’Lüt im alto Häß“ sind beim Martinimarkt willkommen.
„D’Lüt im alto Häß“ sind beim Martinimarkt willkommen. ©Edith Hämmerle
„D‘Lüt im alto Häß“ geben dem Dornbirner Martinimarkt die besondere Note.
Martinimarkt 2019

Dornbirn. Der Ruf „Eduard, butz do Bart, z’Dorobiro ischt Martinimart“, wurde wieder über die Stadtgrenzen hinaus gehört. Am 8. November jährte sich das historische Marktgeschehen bereits zum 44 Mal. Und wieder kamen sie zahlreich, „d‘Lüt im alto Häß“ und verzauberten Dornbirns Innenstadt mit einem nostalgischen Flair. Das Gratisangebot für die Busfahrt zu einem traditionellen Marktbesuch wurde von Besuchern aus der Nachbarschaft gerne angenommen. Das nasskalte Wetter konnte sie alle nicht davon abhalten, schon am frühen Morgen das Frühstück bei Riebl und Kaffee vor dem Stadtmuseum im Freien zu genießen. Der flauschige Fuchspelz um die Schulter oder der Persianer aus Großmutters Zeiten waren für dieses Wetter die ideale Kleidung. Das Gläsle Sekt sorgte für die Wärme ums Herz und für gute Stimmung. Musikalisch eingestimmt wurden d‘Lüt vom „Trio ohne Strom“. Aber auch der Drehorgelspieler nebenan fand Gehör und erinnerte an frühere Tage. In der Menge waren dann auch die „Martinigänse“ anzutreffen. So nennt sich eine Damenrunde aus Dornbirn, die bereits zum zehnten Mal im „alto Häß“ den Markt „unsicher“ macht. „Wir sind die Ersten, die kommen, vor allem sind wir die Letzen, die gehen“, vermelden die Damen mit einem Augenzwinkern und waren dann auch gerne für einen Schnappschuss bereit. Weitere gutgelaunte Damengruppen nutzten ebenso die Gelegenheit für einen Schnappschuss zum Mitnehmen bei der Fotobox. Dazu gesellte sich der eine oder andere Herr im Frack und Zylinder.

Offizielle Eröffnung

Wenn dann die Besucher zur Treppe des Roten Hauses strömen, naht die Zeit zur offiziellen Eröffnung. Noch vorher bahnte sich Eduard den Weg in einem kleinen Leiterwagen, herbstlich geschmückt, durch das Marktgeschehen. Bei der Übergabe nahm Frau Bürgermeister den Ganter, der schon in die Jahre gekommen ist, vorsichtig in die Arme, denn schließlich ist es für Eduard bereits das siebte Ritual auf der Stiege. Die Stadtchefin zeigte sich solidarisch und kam zum traditionellen Auftritt natürlich wieder im „alto Häß“, sowie auch ihre Begleiter Stadträtin Marie-Louise Hinterauer und Stadtrat Julian Fässler. „Mir lond’s hüt rüchö, dar Martinimart ischt an Hit und mior siond weatterfit.“ Mit diesen Worten „uf Dorobirarisch“ begrüßte Andrea Kaufmann die Besucher und zeigte sich überaus erfreut „so viele junge Lüt im alto Häß zu sehen“. An ihrer Seite war Eva Molnar-Thielmann von inside Dornbirn, die auf den allerersten Herbstmarkt hinwies, den ihr Großvater Rudolf Fuchs eröffnete und erinnerte auch daran, dass damals noch Kanarienvögel zum Verkauf feilgeboten wurden. Beim 44. Markt dabei war auch eine Delegation aus Meckenbeuren. Doch ohne Felix, dem Nachtwächter aus Berneck, würde bei der Eröffnung etwas fehlen, sprach er doch über die Brücken der Nachbarschaft, nicht nur über den Rhein, sondern auch zum menschlichen Miteinander. Mit diesem guten Gedanken ging schon der heilige Martin mit der Teilung seines Mantels voraus. Nach seinem Vorbild lockten Vereine und Schulen beim Markt mit besonderen Angeboten, deren Erlös für verschiedene Spendenaktionen genutzt wurde. An einem Stand war die Berufsvorbereitungsklasse Dornbirn mit Lehrerin Sarina vertreten. Mit dem Verkauf von selbstkreierten Glückwunsch- und Weihnachtskarten wollten sie ihre Klassenkassa aufbessern, ebenso boten die Schüler des SPZ vielerlei Selbstgemachtes an, damit die Wienwoche für alle möglich werden soll. Das widrige Wetter lud dann besonders an die Stände mit Punsch und Glühwein, während für die kleinen Besucher eine Fahrt mit dem Gansl-Express oder dem Karussell ein Anziehungspunkt war.

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