Marilyn Manson im Flatz Museum

Gerald A. Matt, Andrea Kaufmann, Roland Jörg, Wolfgang Flatz (vl)
Gerald A. Matt, Andrea Kaufmann, Roland Jörg, Wolfgang Flatz (vl) ©Edith Rhomberg
Dass sich der frühere Schockrocker seit 20 Jahren auch mit Malerei befasst, ist wenig bekannt.
FLATZ Museum

Dornbirn. Vor zwei Jahren gab der exzentrische Rockstar in Dornbirn ein Konzert. Ins Land geholt wurde Marilyn Manson damals von Herwig Bauer, Geschäftsführer des poolbar-Festivals. „Seit ungefähr zweieinhalb Jahren sind wir schon dran, Arbeiten von Marilyn Manson im Flatz Museum zeigen zu können“, verriet Roland Jörg. Endlich ist es so weit. Der Leiter der Kulturabteilung konnte am 8. November im Beisein von Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Künstler Wolfgang Flatz und vielen Gästen den letzten Teil der Ausstellungstrilogie „Die Blumen des Bösen“ eröffnen.

Der Titel lautet „Autopsie: Arbeiten auf dünnem Papier“. Die Schau wurde kuratiert von Gerald A. Matt, der Marilyn Manson persönlich kennt. Er hatte den Künstler bereits vor vier Jahren zu Gast in der Kunsthalle Wien und führte im Flatz Museum in dessen bildnerisches Werk ein. „Bei einem Besuch des Künstlers habe ich gesehen, dass seine Bilder nicht in einem Atelier entstehen. Manson bemalt kniend die auf dem Boden liegenden Blätter in Aquarelltechnik“, erklärte Matt. Der Vorteil sei, dass auf diese Weise die Farben nicht sofort verfließen, informierte er weiter. Als ikonografisches Motiv bezeichnet Matt das Bild der 1947 grausam ermordeten Elizabeth Short, besser bekannt als „Die schwarze Dahlie“. Der Rockstar und Maler Manson unterscheidet nicht mehr eindeutig zwischen Malerei und Musik, vielmehr strebe er nach einer Synthese beider Kunstsparten durch seine Ideen und die Bilder in seinem Kopf, die Farbe, Sprache und Melodien umfassen.

„Ich bin eher überrascht, dass die Bilder nicht so schockierend auf mich wirken, wie ich mir das vorgestellt hatte, sagte Amely Möllenkamp, Ausstellungsbesucherin aus Friedrichshafen. Andere wiederum sehen vordergründig den  Ausdruck des Bösen und der Gewalt in Mansons Bildern und unterstreichen damit, wie stark der Künstler Marilyn Manson nach wie vor polarisiert.


Ausstellung Marilyn Manson
„Autopsie: Arbeiten auf dünnem Papier“
Dauer: bis 31. Jänner 2015

Freitag, 15 bis 17 Uhr
Samstag, 11 bis 17 Uhr
Sonntag, 14 bis 17 Uhr

FLATZ Museum, Marktstraße 33
www.flatzmuseum.at

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