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Mann schießt auf Klimaaktivisten bei Demo - Zwei Tote

Mann erschießt Klimaaktivisten bei Demonstration - zwei Personen wurden tödlich getroffen.

In einem tragischen Vorfall am Dienstag auf dem Pan-American Highway in Chame, Panama, wurden zwei Lehrer und Gewerkschafter, die an einer regierungskritischen Demonstration teilnahmen, erschossen. Die Opfer waren Teil einer Gruppe, die die Straße blockierte, als ein Autofahrer die Menge mit einer Pistole bedrohte und anschließend auf die Teilnehmer schoss. Ein Video, das von Augenzeugen aufgenommen wurde, zeigt den Austausch zwischen dem Angreifer und einigen Umweltaktivisten, kurz bevor der Fahrer die Waffe zog und schoss, wobei er einen Demonstranten tödlich traf und einen weiteren verletzte.

Augenzeugen berichten

Augenzeugen berichten, dass einer der Aktivisten den Schützen herausforderte, woraufhin dieser unmittelbar feuerte. Die panamaische Polizei hat den mutmaßlichen Täter, einen 77-jährigen Doppelstaatsbürger der USA und Panamas, am Ort des Geschehens festgenommen. Die Identität des Mannes, der als emeritierter Rechtsprofessor und Anwalt beschrieben wird, verbreitete sich rasch in den sozialen Medien. Die Behörden hatten zunächst keine Informationen über den Täter veröffentlicht, was zu einer schnellen Verbreitung seiner Identität in den Online-Netzwerken führte.

©APA/AFP/BERNAT BIDEGAIN
©APA/AFP/BERNAT BIDEGAIN

Straßensperren errichtet

Die seit Wochen anhaltenden Proteste in dem mittelamerikanischen Land haben sich an einem neuen Vertrag mit dem kanadischen Bergbauunternehmen First Quantum Minerals entzündet, für den die Regierung kritisiert wird. Die von den Klimaaktivisten errichteten Straßensperren haben nach Angaben von Wirtschaftsverbänden zu täglichen Verlusten von bis zu 80 Millionen Dollar geführt. Die Schulen blieben landesweit über eine Woche lang geschlossen. Mehr als 150.000 Arzttermine konnten nicht wahrgenommen werden.

©APA/AFP/ROBERTO CISNEROS
©APA/AFP/ROBERTO CISNEROS

Die Behörden haben dazu aufgerufen, die Proteste zu beenden. Die Bauarbeiter- und Lehrergewerkschaften haben dagegen angekündigt, solange auf die Straße zu gehen, bis der Vertrag mit First Quantum annulliert wird. Dieser wurde am 20. Oktober von der Regierung unterzeichnet und gewährt dem Unternehmen ein 20-jähriges Schürfrecht mit der Option auf eine Verlängerung um weitere 20 Jahre. Dafür soll der Staat jährliche Einnahmen in Höhe von 375 Millionen Dollar bekommen. Die Regierung behauptet, der neue Vertrag biete bessere Bedingungen als der vorherige.

(VOL.AT)

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