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"Mach es zu deinem Projekt“ - Jugendsozialarbeitsprojekt 2016 der Villa K.

Bludenz. Aufbauend auf dem letzten Projekt fand im Jahr 2016 die Fortsetzung „Mach es zu DEINEM Projekt – RELOADED!“ statt.

Im Wesentlichen ging es darum, den Jugendlichen eine Plattform zur Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung zu bieten, die im geschützten Rahmen professionell begleitet wurde.

„Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen beginnt in den Köpfen der Erwachsenen: Sie müssen die entsprechenden Beteiligungsmöglichkeiten einräumen, dann können Kinder und Jugendliche gestalterische und politische Handlungsmöglichkeiten erfahren und soziale Kompetenzen erwerben.“ (ÖGUT)

Auf Seiten der Jugendarbeiter*innen Tina Rittmann und Marco Wagner war die Herausforderung darin zu sehen, sich zugunsten der Selbstbestimmung zurückzuhalten, um ein Umdenken in Bezug auf die Gewohnheit, die Dinge für Jugendliche in die Hand zu nehmen, zuzulassen. Bei den Jugendlichen stellten wir fest, dass auch sie sich auf einige Planungspunkte ohne Absprache darauf verließen, dass wir Mitarbeiter*innen diese organisieren werden. Regelmäßige Treffen schafften jedoch Klarheit darüber, wie die einzelnen Projektprozesse gestaltet werden können. Eine weitere Herausforderung war die Fähigkeit zu entwickeln, auch ein Scheitern zulassen zu können und darin eine Chance der Weiterentwicklung aller Beteiligten zu sehen.

Durch eine erlebte Achtung und Wertschätzung für ihr Tun, sowie den Aufbau einer „Fehlerkultur“ in der wir positiv mit Veränderungen und Misserfolgen umgehen, wurde es den Teilnehmer*innen ermöglicht, dass sie auf ihre Vorhaben und sich selbst vertrauen konnten. Somit entstand der Mut für die Umsetzung eigener Ideen, sowie das Vertrauen in sich selbst und dafür das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen. Die durch Schule und Gesellschaft anerzogene Angst vor dem Misserfolg und Scheitern erschwert jegliche Möglichkeit einer langfristigen positiven Persönlichkeitsentwicklung und Kreativität. Angst ist der größte Intelligenzkiller. Aufbauend auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung galt es auch in unserem heurigen Jugendsozialarbeitsprojekt wieder umso mehr, unseren Teilnehmer*innen einen Freiraum zu bieten, welcher Sicherheit, Wertschätzung, Respekt, Kreativität und vor allem Spaß am Lernen zulässt und fördert.

Die Herausforderung war also zunächst einen Geist zu schaffen, der die Teilnehmenden nochmal spüren lässt, dass wir mit allen Menschen unabhängig von Talent, Erfahrung, Alter, Nationalität, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit, sozialer Herkunft, etc. etwas gestalten können. „Mach es zu DEINEM Projekt – RELOADED!“ war ein Ticket für alle Beteiligten durch positive Teamarbeit und Zusammenhalt, Wertschätzung und Anerkennung zu erfahren und sich schöpferische, kreative und berufsqualifizierende Kompetenzen abseits des Alltags aneignen zu können.

In den entstandenen und fortlaufenden Projektgruppen, darunter eine Boxtrainingsgruppe, die Tanzgruppen „Revolution“ und „Matrix“, eine Soundgruppe mit dem Namen „Beat Factory“ und einem Jugendteam, welches aktiv das Monatsprogramm gestaltete, wurden die beschriebenen Ziele durch professionelle Begleitung des Villa K. Teams verfolgt und in die Tat umgesetzt. Die Projektbeteiligten bekamen in diesem Projekt die Möglichkeit, ihren bio-psycho-sozialen Bedürfnissen nachzugehen. Durch das Mitreden, Mitgestalten und Mitbestimmen ihres Lebensraumes erarbeiteten die Jugendlichen eine gute Basis für die demokratische Beteiligung im Erwachsenenalter.

Durch das Projekt haben wir im Team eine völlig andere Arbeitshaltung gewonnen. Die Inhalte und Haltung von „Art of Hosting“ waren eine große Bereicherung für das Jugendsozialarbeitsprojekt und sind inzwischen fester Bestandteil unserer Arbeit geworden. Wir haben es geschafft auf die Ideen der Jugendlichen zu vertrauen. Unterschiedliche Interessen führten dazu, dass es viele gemischte Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Teammitgliedern gab. Diese konnten eigene Stärken und Leidenschaften in das Projekt miteinfließen lassen und die Jugendlichen bei ihren Vorhaben unterstützend begleiten. Durch verschiedene Teamkonstellationen gab es einen regen Austausch, neue Tools wurden eingesetzt und die selbstbestimmte Arbeit zog sich bis in andere Gruppen, die nicht Teil des Jugendsozialarbeitsprojekts waren.

Unser Ziel war und ist es die funktionierende Partizipation aufrecht zu erhalten und Jugendlichen weiterhin eine Plattform zu bieten, wo sie sich selbst entfalten, verwirklichen und somit selbstbestimmt bilden können.

 

„Hast du dein Ticket schon gelöst?“

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