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Lustenauer sind auch mit dem Bus mobil

Beim zweiten Teil der Reihe Mobil in Lustenau ging es der grünen Verkehrsgruppe um das Thema ÖV
Beim zweiten Teil der Reihe Mobil in Lustenau ging es der grünen Verkehrsgruppe um das Thema ÖV ©Veranstalter
 Das System des öffentlichen Verkehrs in der Marktgemeinde wird kontinuierlich ausgebaut.
Busfahren in Lustenenau

 

Lustenau. Ein Reality Check am vergangenen Samstag sollte aufzeigen, was das System des öffentlichen Verkehrs jetzt schon leistet und wo es noch Lücken zu schließen gilt. Das Ziel in Zeiten des Klimawandels ist es, die Attraktivität von Bus und Bahn weiter zu steigern und damit die Akzeptanz in der Bevölkerung noch deutlich zu erhöhen. „In Vorarlberg ist schon viel gelungen. Der öffentliche Verkehr muss aber weiter ausgebaut werden. Das ist die beste Maßnahme für aktiven Klimaschutz“ so der Grüne Landtagsabgeordnete Daniel Zadra. Im zweiten Teil der Reihe Mobil in Lustenau, durchgeführt von der grünen Verkehrsgruppe, wurden daher Fahrplan und Streckennetz unter die Lupe genommen. Die Busfahrt führte vom Dorfzentrum über die Ostachse zum Bahnhof und weiter über die westlichen Ortsteile bis zum Alten Rhein. Dort wurde eine Pause für den Gedankenaustausch genutzt und schließlich führte die kleine Rundreise zurück ins Zentrum.

Offene Wünsche trotz guter Struktur

Die Entwicklung zeigte Manfred Hagen von der grünen Verkehrsgruppe mit diesem Rückblick auf: „Noch bis Ende der 1980er Jahre war Vorarlberg ein Entwicklungsland im öffentlichen Verkehr. Mit dem Verkehrsverbund, dem Dornbirner Stadtbus als Meilenstein und Impulsgeber für die Land- und Stadtbussysteme sowie attraktiven Fahrplänen und Tarifen sind wir ein Vorzeigeland des ÖV geworden.“ Und auf Lustenau bezogen meint er: „Noch Mitte der 90er Jahre hatten wir lediglich die Linie 50 nach Dornbirn, die ziemlich regelmäßig verkehrte, und daneben gab es zwei nur sporadisch verkehrende Linien nach Bregenz und Hohenems“. Im Gegensatz dazu sind heute Halbstundentakte auf praktisch allen Linien normal und teilweise gibt es sogar dichtere Frequenzen.

Die Rundfahrt machte deutlich, dass der öffentliche Verkehr die Gemeinde beinahe flächendeckend erfasst, die Busse gut aufeinander abgestimmt sind und große Teile der Gemeinde über gute Anschlüsse zum Zugsverkehr verfügen. Offene Wünsche gibt es dennoch: Die Anbindung der Betriebsgebiete ist verbesserungswürdig und bemängelt wird, dass manche Ortsteile, vor allem am Wochenende, immer noch im Abseits liegen.

Ein großer Wunsch ist nach wie vor die Realisierung eines Bahnverkehrs über die Gleisschleife in Lauterach. Dadurch könnten die Verbindungen vom Norden Lustenaus und auch von Höchst in Richtung Hofsteig, Dornbirn und Oberland wesentlich beschleunigt werden. Vonseiten der Gemeinde wird versucht, diesen Wünschen Rechnung zu tragen, teilt Manfred Hagen mit. Es bestehe somit die Hoffnung, dass mit dem nächsten Fahrplan wieder einige Verbesserungen erreicht werden.

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