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Lustenau setzt voll auf Klimaschutz

Lustenau - Die Marktgemeinde Lustenau ist seit Längerem im Umwelt- und Klimaschutz – besonders im Energiebereich – sehr aktiv.

Referent und Ansprechpartner in der von DI Rudi Alge geleiteten Umweltabteilung ist der Energieberater Stefan Küng aus Kennelbach. Er ist auch freiberuflich in diesem Metier tätig. Mit ihm führte die „VN“-Heimat ein Interview über die örtliche Umweltsituation und sein Betätigungsfeld.

“VN“-Heimat: Wie kam es zu Ihrer Anstellung als Energie-Beauftragter der Marktgemeinde Lustenau?

Küng: Im Jahre 2004 wurde in Lustenau die neu geschaffene Stelle eines Energiekoordinators ausgeschrieben. Da ich mich schon mehrere Jahre nebenberuflich als Energieberater betätigte, war es für mich eine interessante Herausforderung, mich zu bewerben.

“VN”-Heimat: Wie fanden Sie die Umweltsituation in Lustenau vor?

Küng: Es war schon einiges im Umweltbereich unternommen worden. So gab es bereits die Subventionierung von Solar-Anlagen und die Kiki-Förderung. Man hatte auch schon mit der Energiebuchhaltung für öffentliche Gebäude und Anlagen begonnen.

“VN”-Heimat: Was waren Ihre ersten Aufgaben?

Küng: Zuerst musste ich die Energiebuchhaltung weiter ausbauen und auswerten, um Energie-Einsparmöglichkeiten aufzeigen zu können. Dies ist mir weitgehend gelungen.

“VN“-Heimat: Wann können sich die Bürger zur Energieberatung an Sie wenden?

Küng: Wir haben jeden Dienstag, 17–19 Uhr, Energieberatung im Gemeinde-Bauamt (Eingang Schulweg)

“VN“-Heimat: Wie fiel der Energiebericht 2007 der Marktgemeinde Lustenau aus? Was war auffallend?

Küng: Der Bericht wies sehr positive Eckdaten auf. Erfreulich, dass der Heizwärmebedarf der öffentlichen Gebäude gegenüber dem Vorjahr insgesamt um weitere 10 Prozent gesenkt werden konnte. Der Wasserbedarf ging um 6 Prozent zurück.

“VN“-Heimat: Können Sie einige erfolgreiche Projekte im Energiebereich nennen?

Küng: Besonders hervorheben möchte ich mit über 140 Energieberatungen die Solar-Aktion 2006. Sehr effizient waren in den letzten zwei Jahren im Hasenfeld die Heizungsumstellungen auf Pellets, und zwar im Seniorenhaus sowie der Volks- und Hauptschule samt gemeinsamer Turnhalle. Es wurde ein kleines Nahwärme-Netz aufgebaut.

“VN”-Heimat: Was war im Bereich des Klimaschutzes in Lustenau der größte Erfolg?

Küng: Durch gezielte Maßnahmen – wie Gebäudesanierungen und Biomasse-Heizungen – konnte in den letzten drei Jahren bei den kommunalen Gebäuden der CO²-Ausstoß um 25 Prozent gesenkt werden. Zum Vergleich: Das EU-Klimaschutzziel bis 2020 ist eine Reduktion um 20 Prozent!

“VN“-Heimat: Welches sind wichtige Projekte und Aktionen, die derzeit laufen?

Küng: Im Sommer starten wir eine Stromspar-Aktion für Haushalte. Weiters ist im Herbst eine Thermografie-Aktion (Wärmebild-Aufnahmen von Gebäuden) geplant.

“VN“-Heimat: Was wird bei der Zertifizierung von Lustenau als e5-Gemeinde bis Ende 2008 überprüft?

Küng: Es werden in einem energiepolitischen Profil folgende Bereiche bewertet: Kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, interne Organisation, Entwicklungsplanung, Öffentlichkeitsarbeit und umweltrelevante Maßnahmen im Verkehrsbereich. Auf Basis dieser Gesamtbewertung werden die „e“ vergeben (Höchstzahl e5); vergleichbar mit den Hauben in der Gastronomie.

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