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„Ludmilla“ wurde zu Grabe getragen

Die Funkenzunft Tisis veranstaltete einen Trauermarsch für ihre Hexe.
Die Funkenzunft Tisis veranstaltete einen Trauermarsch für ihre Hexe. ©Emir T. Uysal
Trauermarsch für die Funkenhexe aus Tisis.
Hexenbeerdigung Ludmilla in Tisis

Feldkirch „Die Funkenzunft Tisis war schuld, dass wir Vorarlberger so lange auf den Frühling warten mussten“ – wenn man den zynischen Bermerkungen der befreundeten Funkenzünfte Glauben schenken mag. Über 300 Gäste, darunter zahlreiche Zunftvereine, haben sich am Samstag zur Hexenbeerdigung von „Ludmilla – vom Arlberg Verwehte“ versammelt. Zeitlebens war „Ludmilla“ oder Ludi, wie sie liebevoll genannt wurde, eine echte Funkenhexe. „Mensch, ischt des doch a zähes Luader“, eröffnet Zeremonienmeister Herbert Lins die Bestattung am Tisner Funkenplatz. „Von ihrem Sitzplatz aus konnte sie die Ortsbewohner beobachten und sich deren Schandtaten merken, um sie dann am Funkentag zu verkünden“, so Lins. „Doch dann geschah es: Es passierte, was passieren musste, da nützen auch keine nachträglichen Schuldzuweisungen. Windböen verhinderten, dass auch nur das kleinste Flämmchen zu ‚Ludmilla‘ emporsteigen konnte.“

Beim 51. Funken wieder passiert
Zuletzt musste die Tisner Funkenzunft solch ein Debakel vor 18 Jahren hinnehmen. Der Spott der benachbarten Funkenzünfte war groß. Mit viel Humor gestalteten sie die Zeremonie mit. Manfred Himmer (Funkenzunft Tosters Hub) teilte das Leid: „Es wäre uns fast auch passiert.“ Und stieß mit der Hexe mit einem letzten Bier an, bevor sie von den Flammen verschlungen wurde. ETU

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