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Lokales Sprachnetzwerk: Rankweil ist Pilotgemeinde

Vertreter aus Schulen, Kindergärten, Politik und der Bevölkerung diskutierten über das Thema Spracherwerb und -entwicklung
Vertreter aus Schulen, Kindergärten, Politik und der Bevölkerung diskutierten über das Thema Spracherwerb und -entwicklung ©Marktgemeinde Rankweil
Am Dienstag, 27. November fand im Rathaus Rankweil ein Treffen des „Lokalen Sprachnetzwerks“ statt. Rankweil ist neben Hard, Frastanz und Wolfurt eine von vier Pilotgemeinden in denen mit dem Aufbau von Sprachnetzwerken begonnen wurde.

Ziel ist, Spracherwerb und –entwicklung möglichst früh und nachhaltig zu fördern.

Vertreter von Schulen, Kindergärten, der Politik und aus der Bevölkerung reflektierten bisher umgesetzte Konzepte, diskutierten Projektfortschritte und definierten weitere Maßnahmen. Mit Projekten wie Elternbildung, intensive Sprachförderung im Kindergarten sowie einem Elternkreis für türkischsprachige Eltern trägt das „Lokale Sprachnetzwerk“ in
Rankweil dazu bei, Kindern und Migrant/innen in Rankweil die gleichen Voraussetzungen für den Spracherwerb zu bieten.

Sprache als Erziehungsaufgabe
Die Arbeitsgruppe „Elternbildung“ beschäftigte sich mit der Frage, wie Eltern möglichst früh angespornt werden können, die Sprachentwicklung ihres Kindes zu fördern. Es wurde definiert, wie Eltern am besten erreicht werden können und wie sich Sprache in den Erziehungsalltag integrieren lässt. Das Angebot der Rankweiler Betreuungseinrichtungen reicht von einem verbindlichen Fragebogen zum Thema Sprache bei der Anmeldung des Kindes bis hin zu Erzählnachmittagen mit den Eltern.

Personelle Aufstockung in den Kindergärten
In den Rankweiler Kindergärten haben sich alle Pädagoginnen verpflichtet, Spracherwerb und -entwicklung der Kinder aktiv zu fördern. Damit dies auch personell gestützt ist, stellt die Marktgemeinde Rankweil in jeder Gruppe eine zusätzliche Pädagogin für mindesten acht Stunden pro Woche zur Verfügung. Oberste Prämisse ist, dass alle Kinder – unabhängig ihrer Muttersprache – gefördert werden. Bei Kindern mit deutscher Muttersprache liegt der Fokus auf der Entwicklung von Deutsch als Bildungssprache, bei Kindern mit Migrationshintergrund steht das Erlernen der deutschen Sprache im Vordergrund. Für beide Gruppen soll die Hemmschwelle zur Mehrsprachigkeit reduziert werden.

80 Freiwillige vernetzen Wissen
Seit rund zwei Jahren setzt sich die Gemeinde in Zusammenarbeit mit „okay.zusammen leben“, der Vorarlberger Fachstelle für Integration und Zuwanderung, für die Entwicklung
und Förderung von Sprache ein. 2012 haben in Rankweil etwa 80 Personen an 20 Arbeitskreisen zu Themen rund um Spracherwerb und –entwicklung teilgenommen. Langfristig soll das Konzept auf weitere Vorarlberger Gemeinden ausgeweitet werden.

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