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Lok verliert Waggons: Panik im Nachtzug nach Wien

©VOL.AT/Schmidt (Symbolbild)
Bludenz. Am Donnerstagabend ist im Nachtzug von Bregenz nach Wien Panik ausgebrochen. Grund war ein technisches Gebrechen. Dr. Lukas H. war einer der Fahrgäste, VOL.AT hat mit ihm gesprochen.

Es war 22:30 Uhr, als im ÖBB-Nachtzug nach Wien auf der Bergstrecke zwischen Braz und Dalaas plötzlich einen lauter Knall zu hören war. Dr. Lukas H. war einer der Passagiere im Zug: “Der ganze Waggon hat vibriert, als wäre der Zug gegen ein Hindernis gestoßen. Zwei Fahrgäste haben richtig aufgeschrien. Sie dachten, der Zug würde entgleisen, waren geradezu panisch.”

Ein Riss des Zughakens

Die ÖBB-Mitarbeiter reagierten schnell, zogen die Notbremse: “Sie öffneten alle Kabinentüren und informierten uns, dass möglicherweise die Kupplung ausgerissen ist. Dann sahen wir, dass die Lokomotive 100 Meter vor uns gestanden ist, abgekoppelt.” Pressesprecher Rene Zumtobel spricht gegenüber VOL.AT von einem Riss des Zughakens, der den ersten Waggon mit der Lokomotive verbindet: “Wenn das passiert, wird auch die Luftleitung zu den Waggons getrennt. Das bremst automatisch den Zug ein.”

Zurück zum Bahnhof Bludenz

Die Mitarbeiter versuchten dann die Lokomotive wieder an die Waggons zu hängen: “Das klappte aber nicht, weil der Riss zu groß war. Die Nachschiebelokomotive am Ende des Zuges fuhr ihn dann zurück zum Bahnhof Bludenz.” Der defekte Waggon wurde dann ausgereiht, die Passagiere in den hinteren Abteilungen untergebracht und mit einer neuen Lokomotive Richtung Wien gefahren.

Bei der Ankunft noch 40 Minuten Verspätung

Für die Fahrgäste bedeutete das zwei Stunden Verspätung nach Innsbruck, in Wien waren es dann nur noch rund 40 Minuten. Darüber hinaus mussten sie aber mit keinen Beeinträchtigungen rechnen, erklärt Zumtobel: “Weil es nur ein technisches Gebrechen war, das nichts mit den Kabinen zu tun hatte, herrschte zu keiner Zeit Gefahr für die Passagiere.”

Materialermüdung als Grund

Das bestätigt auch Dr. Lukas H. Er fühlte sich während der Wartezeit komplett sicher: “Außer den ersten paar Schocksekunden lief alles ruhig und sehr geordnet ab.” Als Grund für die ungewollte Abkopplung der Waggons nennt Zumtobel eine Materialermüdung, die nur sehr selten vorkomme. Beschwerden kamen nach dem Vorfall aber keine: “Weil die Situation glimpflich ausgegangen ist, hat sich auch von den Fahrgästen niemand bei den ÖBB gemeldet.”

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