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Literatur im Kino

Erika Kronabitter, Vorstandsmitglied, und Wolfgang Mörth, Obmann von "Literatur Vorarlberg", bei der Mitgliederlesung.
Erika Kronabitter, Vorstandsmitglied, und Wolfgang Mörth, Obmann von "Literatur Vorarlberg", bei der Mitgliederlesung. ©Verena Kogelnig
Kurzlesungen von Mitgliedern und Aspiranten des Vereins „Literatur Vorarlberg“.
Mitgliederlesung

Feldkirch. (vko) Das Rio Kino beherbergte am Samstag die Mitgliederlesung von Literatur Vorarlberg – und bot zu dem Anlass sogar Lichtspiele. Diese waren jedoch Folge einer technischen Panne und kippten den kleinen Saal alle paar Augenblicke verlässlich in schummriges Dämmern. Es oblag daher den 23 Autorinnen und Autoren erhellend und unterhaltsam zu sein.

Poesie bis Politik

Dies gelang den Mitgliedern des Vereins mit ihren jeweils etwa zweiminütigen Lesungen. Kurze Texte, Lyrik und Mundartgedichte sprachen von missverstandenen Feldkirchern genauso wie von Putin, Trump und Erdoğan. Es ging um Berge (als Metapher für das Leben) und Politik, um Lawinen und Lungenkrebs. Schreibende der „Jungen Szene“ verwandelten mit ihren Texten bekannte Dinge durch ihre frische Sicht und machten deutlich, wie das Schreiben früh eine Art zu leben werden kann. Nicht zuletzt präsentierten neun Aspiranten in Prosa und Poesie ihre Gedanken: über die Verdinglichung von Menschen und das Altwerden, über das Sichverlieren in der Fremde und die Qual der Wahl, wenn ein einfacher Bürger unter Spendenaktionen die mitleiderregendste aussuchen will, der beizusteuern er sich noch leisten kann.

Große Zahl an Anwärtern

Der 1982 als „Vorarlberger Autorenverband“ gegründete Verein ist in mehrere Projekte involviert. Neben der „Jungen Szene“, die Workshops für junge Schreibende bietet, sei hier das „Literaturradio“ genannt, eine Plattform, die unter anderem Lesungen und Hörspiele zum Nachhören im Internet bereitstellt. Des Weiteren kooperiert der Verein mit Veranstaltungen wie dem Festival Hardcover oder „Literatur im Schwärzler“. Anfragen zur Aufnahme in den Verein sind zahlreich, was den vierköpfigen Vorstand dazu bewog, das Prozedere zur Auswahl von Anwärtern zu modifizieren und Mitglieder in das Selektionsverfahren einzubeziehen.

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