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Lions verlängern Siegesserie in Overtime

Matchwinner Sebi Gmeiner
Matchwinner Sebi Gmeiner ©Hartinger
Nichts für schwache Nerven war der letzte Auftritt der Raiffeisen Dornbirn Lions im Jahr 2011. Die Löwen verlängerten ihre imposante Heimserie auf 24 Spiele, brauchten dafür aber Nerven wie Drahtseile und auch ein bisschen Glück.

Zu Beginn des Spiels sah alles nach einem gemütlichen Jahresausklang in der Ballsporthalle aus. Die Gastgeber agierten defensiv kompromisslos und in der Offensive spielfreudig und nach einer 4:5 Führung der Gäste rauschte der Lions-Express in Form eines 15:0-Runs über die Timberwolves hinweg. Dabei erzielte Christian Künstner schon 11 seiner insgesamt 21 Punkte.  Im 2. Abschnitt kamen die Hauptstädter immer besser ins Spiel und den Gastgebern gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Mit einem 2:8-Run kamen die Wölfe bis auf sieben Punkte heran und das Spiel war plötzlich wieder offen.

Nach dem Seitenwechsel erkannten die Löwen offenbar den Ernst der Lage, setzten sich wieder auf 43:30 ab, um dann die Zügel erneut schleifen zu lassen. Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten und verkürzten innerhalb weniger Minuten mit einem 5:15-Run auf 45:48. Jetzt war endgültig klar, dass sich das lange Zeit dahinplätschernde Spielchen zu einem Basketballkrimi entwickeln würde.

Im 4. Viertel steigerte sich die Dramaturgie des Spiels noch einmal. Die Lions führten zwar immer leicht, doch in der 37. Minute glichen die Donaustädter mit drei Körben in Folge zum 62:62 aus. Über die Spielstände 64:64 und 66:66 ging es in die letzte Minute. Die 600 Löwen-Fans hielt es längst nicht mehr auf ihren Sitzen und unter den lautstarken Anfeuerungsrufen schienen die Löwen das Spie tatsächlich entscheiden zu können, doch Christian Künstner traf keinen seiner beiden Freiwürfe. Mit einer Energieleistung stoppte die Lions-Defensive den nächsten Angriff und 20 Sekunden vor dem Ende hatten die Gastgeber die Chance zum entscheidenden Korb, aber Tobias Nussbaumer traf den letzten Wurf nicht – Overtime! Jetzt hatten plötzlich die Gäste die Nase vorn, starteten mit einem Dreipunkter und führten bis zur 43. Minute 68:71. Dann nahm Pointguard Sebi Gmeiner das Spiel in die Hand. Zunächst verwandelte er zwei Freiwürfe zum  70:71. Wieder scorten die Gäste zum 70:73 und wieder antwortete Sebi Gmeiner – diesmal mit einem Dreipunkter zum Ausgleich 73:73. Erneut gingen die Timberwolves mit 73:75 in Führung und als der Lions-Spielmacher seinen zweiten Dreier durch den Korb jagte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Zweimal stoppte die Defensive der Löwen die Gäste und mit drei verwandelten Freiwürfen gingen die Dornbirner 79:75 in Führung. Der letzte Dreipunkter der Gäste kam zu spät.

“Wir haben heute zu Beginn sehr stark gespielt, dann aber die Konsequenz nicht gehabt, dieses Spiel frühzeitig   zu entscheiden. Der Overtime-Krimi war für die Fans ein Wahnsinn und die Mannschaft hat dabei unglaublich viel Energie und Willen gezeigt. Jetzt können wir mit einer stolzen Serie von 24 gewonnenen Heimspielen in die Weihnachtspause gehen, die nach dem Rückzug der Basket Fighters für uns eine Woche früher beginnt”, so ein zufriedener Markus Mittelberger. 

Raiffeisen Dornbirn Lions – DC Timberwolves 79:78 (66:66) n.V. (21:11, 16:19, 20:20, 9:16, 13:12)
Lions: Künstner 27, Birdsong 18, Gmeiner 10, Nussbaumer 9, Atterbigler und Kern je 8, Bas 5, Khüny, Tumler, Fend, Jussel
Timberwolves: Baresic 17, Wittmann und Pöltl je 13, Eder und Trappl je 9, Obermann 6, Aigner P. 5, Soldo 4, Aigner L. 2.

Die restlichen Ergebnisse:
Tirol Silverminers – KOS Celovec 94:63 (62:28)
Union Harreither Amstetten Falcons – Basket Clubs Juniors 57:67 (26:21)
Hypo Mistelbach – Austrian Basket Fighters 20:0 ff.

Quelle: Dornbirn Lions

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