Liga mit vielen Überraschungen

Die ADEG Erste Liga startet am Freitag in die neue Saison. Austria-Boss Hubert Nagel und FC Lustenau-Oberhaupt Dieter Sperger sind zuversichtlich.

Die Erste Liga erhielt einen neuen Namen, die beiden Lustenauer Klubs gehen mit stark veränderten Kadern in die Meisterschaft. Mit dem FC Magna wird erneut eine Millionentruppe ins Rennen geschickt, die Aufsteiger sind stärker denn je. Austria-Langzeitpräsident Hubert Nagel und FCL-Boss Dieter Sperger erwarten eine aufregende Meisterschaft.

VN: Mit welchen Erwartungen gehen die Präsidenten in die neue Saison?
Nagel:
Ich hoffe, dass wir wie im letzten Jahr eine gute Rolle spielen. Im Moment ist eine Prognose noch schwer zu sagen, da viele neue Spieler gekommen sind. Es wird sich herausstellen, wie schnell sich das Team findet.
Sperger: Mit recht hohen Erwartungen. Die Mannschaft hat eine sehr gute Vorbereitung hinter sich. Das Team hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Das gibt Anlass zur Hoffnung.

VN: Es kam zu einigen Veränderungen in den Kadern. Wie konkurrenzfähig sind Ihre Teams in der neuen Saison?
Nagel:
Wir haben sehr gute Spieler geholt, die von der Qualität sicher gleich gut sind, wie jene, die uns verlassen haben. Die Mannschaft ist sehr ehrgeizig und motiviert. Auch die Kameradschaft ist sehr gut. Aber wie gesagt, man muss die ersten Spiele noch abwarten.
Sperger: Prinzipiell haben wir ein hungriges Team, bei dem die Hierarchie schon sehr gut passt. Die Mischung zwischen jungen guten Spielern und den Routiniers ist gut. Weiters haben sich die brasilianischen Neuverpflichtungen bisher so präsentiert, wie wir gehofft haben.

VN: Die Lustenauer Klubs werden von Experten unter den Top-fünf erwartet. Was trauen Sie Ihren Teams zu?
Nagel:
Alles ist möglich. Die Liga ist unglaublich eng. Kapfenberg hat vergangene Saison gezeigt, wie man es macht. Schwadorf hat das Gegenteil bewiesen. Wir orientieren uns auf jeden Fall nach vorne.
Sperger: Das überlasse ich den Experten. Es wird eine unberechenbare Meisterschaft, bei der die Aufsteiger Grödig und St. Pölten nicht unterschätzt werden dürfen. Was uns betrifft, ist mir die Entwicklung des Teams wichtig. Es soll in den nächsten zwei Jahren etwas entstehen, wobei wir auch in dieser Saison gerne Meister werden.

VN: Der FC Magna geht als großer Favorit in die Meisterschaft. Gelingt den Niederösterreichern der Durchmarsch?
Nagel:
Sie sind für mich klarer Favorit. Es wird aber nicht so eindeutig, wie viele meinen. Sie sind die großen Gejagten, für jeden ist ein Spiel gegen Magna ein besonders.
Sperger: Ich glaube und hoffe auf keinen Sololauf des FC Magna. Sie sind der Titelfavorit, aber sicher nicht unerreichbar.

VN: Frank Stronach investiert wieder Millionen in den Fußball. Vereine mit einem kleineren Budget sind bei Neuverpflichtungen die Hände gebunden. Ist das nicht ärgerlich?
Nagel:
Man muss es nehmen, wie es ist. Mich stört viel mehr, wenn jemand mit wenig Geld investiert und dann in Konkurs geht. Stronach kann es sich leisten.
Sperger: Jeder, der Geld hat, ist selbst dafür verantwortlich. Was aber sicher nicht stimmt, ist der Unterschied zwischen Gehalt und Leistung bei Magna. Dort verdient ein Spieler 800.000 Euro, bei uns vielleicht 40.000 Euro. Das Verhältnis stimmt bei Weitem nicht.

VN: Ab der Saison 2009/2010 wird die Erste Liga wieder mit zehn Mannschaften spielen. Befürworten Sie den neuen Modus?
Nagel:
Ich war immer schon dagegen, dass die Zwölferliga überhaupt eingeführt wurde. Es waren verlorene Jahre, leider wird der Modus erst in zwei Jahren geändert.
Sperger: Was ich vor allem befürworte ist, dass die Amateurmannschaften aus dem Bewerb gestrichen werden. Ob zehn, zwölf oder 16 Mannschaften ist für mich nicht ausschlaggebend.

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