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Letzter Anlauf für Grabserbahn

Tschagguns - Wenn die altehrwürdige Grabserbahn in Tschagguns heute in ihre 61. Wintersaison startet, ist dies gleichsam der letzte Anlauf für den ältesten Einer-Sessellift in Vorarlberg.

Im Frühjahr 2008 ist Schluss, infolge der auslaufenden Konzession muss dann der

Liftbetrieb eingestellt und die Bahnanlage demontiert werden. Der Kummer um das Aus für den „Ski- und Schwebelift“ aus dem Jahr 1947 im Montafon ist groß. Alle Bemühungen, einen Investor und Betreiber für ein ehrgeiziges 4,5-Millionen-Euro-Nachfolgeprojekt in Gestalt einer neuen allwettertauglichen Ausflugsbahn zu gewinnen, schlugen bislang fehl. Zuletzt lehnten die Illwerke ab.

Ans Aufgeben denkt indes speziell in Tschagguns niemand. So ist etwa eine eigens gegründete Projektgruppe „Grabs neu“ dabei, ein zukunftsweisendes Tourismuskonzept für das Ski- und Ausflugsgebiet zu erarbeiten.

Gleichzeitig gibt es mittlerweile auch wieder einen Funken Hoffnung, dass eine Alternativ-Aufstiegshilfe für Grabs in Betracht kommt. „Das neue Seilbahngesetz lässt es zu, dass auch eine Gebraucht-Gruppenbahn errichtet werden kann“, gibt sich Bürgermeister Herbert Bitschnau vorsichtig optimistisch, was die sich neu eröffnende Möglichkeit anlangt. In etwa zwei Millionen Euro wären für so eine Anlage erforderlich. „Die Bereitschaft zur Mitfinanzierung der Investition mit 50 Prozent sowie für die Übernahme eines jährlichen Betriebskostenanteils von 30.000 Euro ist da“, signalisiert Herbert Bitschnau einem möglichen Investor und Liftbetreiber die Mithilfe durch die Gemeinde Tschagguns.

Unterdessen sind auch erste Initiativen im Montafon gestartet worden, die darauf ausgerichtet sind, für Grabs nach geeigneten und verfügbaren Gebraucht-Gruppenbahnen Ausschau zu halten. „Es geht auch darum, in welchem Zeitraum so eine Seilbahn bereitgestellt werden kann“, spricht der Bürgermeister die Schwierigkeiten an, die sich nach dem Stillstand und Abbruch der alten Grabserbahn im kommenden Frühjahr ergeben. „Es darf hinsichtlich eventuell neu erforderlicher Genehmigungen für einen Seilbahnbetrieb nicht zu viel Zeit vergehen.“

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