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Letze-Bewohner auf der Straße: Verkehrsproblem weiter ungelöst

Auch Chiara, Jana und Elena fordern ein Überfahrverbot auf der Letze.
Auch Chiara, Jana und Elena fordern ein Überfahrverbot auf der Letze. ©Henning Heilmann
Initiative „Lebensraum Letze“ fordert auf Straßenfest erneut ein Überfahrtsverbot
Letze-Straßenfest fordert erneut Überfahrverbot

FELDKIRCH / FRASTANZ Mit ihrem Straßenfest legte die Initiative Lebensraum Letze am Freitag einen neuralgischen Punkt auf dem beliebten Schleichweg vieler Pendler über Fellengatter lahm. Über 100 Menschen verliehen damit ihrer Forderung nach einem Überfahrtsverbot zur Stoßzeit am Nachmittag vor den Wahlen erneut Nachdruck.

Über die Letze und Frastanz-Fellengatter verkehren bis zu 500 Fahrzeuge pro Stunde auf einer einspurigen Straße mitten durch ein Wohngebiet. Anwohner haben sich daher zu einer Initiative zusammengeschlossen, um eine Lösung für die Verkehrsproblematik zu erwirken. Zuletzt wurden mehrfach privaten Einfahrten und Zufahrten gesperrt, um den Berufspendelverkehr zum Erliegen zu bringen. Die im Herbst installierte Ampel habe die Verkehrslawinen nicht gestoppt, sondern den Kolonnenverkehr noch verstärkt. Um die Sicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer auf der Letze zu gewährleisten, sei ein Überfahrverbot 16 bis 18 Uhr unumgänglich.

Problem Bärenkreuzung

Bürgermeister Wolfgang Matt und die Tisner Ortsvorsteherin Gabriele Graf stellten sich dem Protest und den Fragen der Anrainer. Das Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) lasse keine Verschlechterung der Luft an der Bärenkreuzung zu, daher seien der Stadt die Hände gebunden. Letze-Bewohner wiesen dagegen daraufhin, dass sich die Luft an der Bärenkreuzung zuletzt verbessert habe. Zum Letze-Straßenfest erschienen etwa ebenso viele Teilnehmer aus Tisis wie aus Frastanz-Fellengatter. Aus Frastanz waren jedoch weder der Bürgermeister noch der Ortsvorsteher von Fellengatter zu sehen.

Verkehr nicht entlastet

Die Teilnehmer des gemeindeübergreifenden Straßenfests, welches in der Letzestraße am Ortsübergang von Feldkirch nach Frastanz stattfand, darunter auch die Vertreter der Stadt Feldkirch, begrüßte Pascal Metzler . Nochmals hervorgehoben wurden die tägliche Eigentumsverletzung durch die Nutzung privater Einfahrten zum Ausweichen und die unerträgliche Situation für Spaziergänger und Fahrradfahrer zu den Stoßzeiten. Ein nächster Anlauf, ein Überfahrverbot von 16 bis 18 Uhr durchzusetzen, wird im März in der letzten Stadtvertretungssitzung vor den Wahlen unternommen. Neos und FPÖ wollen nun einen Antrag auf einbringen, der ein Überfahrverbot 16 bis 18 Uhr fordert. Die Entlastung der Bärenkreuzung dürfe kein Grund sein, Verkehr durch Wohngebiete zu leiten und dort die Sicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer zu gefährden. HE

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