Lettland fiebert WM entgegen

Am Freitag beginnt die Eishockey-WM in Lettland. Nach dem rot-weiß-roten A-Gruppen-Turnier 2005 fiebern Riga und die laut Eigendefinition "besten Fans der Welt" der ersten WM in der lettischen Hauptstadt entgegen.

Seit 1993 und der Rückkehr in die Eishockey-Familie (nachdem Lettland 46 Jahre lang der Sowjetunion angehört hatte) garantierten die lettischen Anhänger in ganz Europa grandiose Stimmung. Im Gegensatz zur WM in Österreich, als der NHL-Arbeitskampf und -Saisonausfall für eine Rekordteilnahme von über 120 NHL-Profis gesorgt hatte, weckt das Turnier 2006, das so spät wie noch nie beginnt, wenige Wochen vor der Fußball-WM in Deutschland nicht mehr in allen Eishockey-Nationen großes Interesse – weder bei Fans noch bei den (NHL-)Spielern.

Das schwedische Dreikronenteam, das im Vorjahr Rang vier belegte, hat dabei die Chance, als erste Equipe im gleichen Jahr sowohl Olympiasieg als auch WM-Gold zu holen. Im “Tre Kronor”-Kader steht Jörgen Jönsson (33) vor seiner elften WM. In Riga wird er sein 270. Länderspiel bestreiten. Kein Aktiver weist vergleichbare Statistiken aus. Verzichten muss Coach Gustafsson allerdings u.a. auf Superstar Peter Forsberg, der ebenso aus gesundheitlichen Gründen absagte wie etwa New York Rangers-Goalie Henrik Lundqvist.

Eine eigene Geschichte schreibt in Riga auch Marc Habscheid, der Coach Kanadas. Er ist der erste, der mit seinem Nationalteam an WM, Olympischen Spielen und Junioren-WM sowohl als Spieler wie auch als Trainer teilnahm. Mit Spannung wird auch der Auftritt der besten NHL-Rookies der abgelaufenen Saison erwartet. Der schon bei Olympia überragenden Russe Alexander Owetschkin (Washington Capitals) und sein kanadischer Widerpart Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins) gelten als große Hoffnungsträger ihrer Teams. Der Youngster aus Pittsburgh gilt als Talent mit dem Potenzial eines Wayne Gretzky und soll den Rekordweltmeister zurück auf den Thron führen.

Titelverteidiger Tschechien, der sich die WM-Krone in Wien durch einen 3:0-Finalerfolg über Kanada aufsetzte, plagen so wie die meisten Gold-Anwärter Personalsorgen. U.a. fehlen den Tschechen der verletzte New York-Rangers-Superstar Jaromir Jagr und Goalie-Legende Dominik Hasek von den Ottawa Senators, die im NHL-Playoff auf die Buffalo Sabres mit Thomas Vanek treffen.

Links zum Thema:
Eishockey-WM 2006
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