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Lesung zu Eugenie Goldstern

Eugenie Goldstern
Eugenie Goldstern
Ein interessanter Lesungs-, Gesprächs- und Diskussionsabend zu Eugenie Goldstern wird die Besucher am Freitag, dem 25. September, um 19:30 Uhr im Vereinshaus Silbertal erwarten.

Diese Veranstaltung wird eine inhaltliche Brücke schlagen zwischen der Sommerausstellung “Kind und Kuh” zum Thema “Mensch und Berg!” und dem Besuch von Nachkommen Goldsterns im Silbertal. Die Schauspielerin Brigitte Walk wird Texte vortragen. Als Moderatorin wird Jutta Berger durch den Abend führen. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Ensemble “Flutar”. Die jüdische Kaufmannstocher Eugenie Goldstern wurde im Jahr 1942 im Vernichtungslager Sobibór im Südosten Polens getötet. An diesem Ort war der Silbertaler Josef Vallaster als Scharführer aktiv am Mord von 150.000 bis 250.000 Menschen beteiligt. Eugenie Goldstern warf einen wissenschaftlichen Blick in die Bergwelt. Sie lebte und forschte als Ethnologin in hochalpin gelegenen Kleinsiedlungen. Dort lebte sie jahrelang mit bäuerlichen Familien zusammen. Ausgewählte Objekte aus ihrer persönlichen Sammlung gewähren Einblick in eine archaisch-karge Hochgebirgswelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig legt die kleine Schau Zeugnis ab von einem tief verwurzelten Kulturbewusstsein dieser Menschen am Berg.

Getragen von höchstem Respekt, lebte Eugenie Goldstern inmitten dieser Bergmilieus. Dabei sammelte sie Einsichten und Erfahrungen zu dieser exponierten Lebensform, sammelte aber auch materielle Zeugnisse davon. Die kleine Schau in Silbertal zeigt einfachstes Spielzeug, das in den bäuerlichen Familien für die eigenen Kinder hergestellt worden ist. In deren Schlichtheit ist eine ganze Lebenswelt eingeschrieben, und diese wurde dank Eugenie Goldsterns Wirken auch für uns “Heutige” lesbar. Die eigentliche und letzlich tragische Lebensgeschichte Eugenie Goldsterns ist unmittelbarer Anlass für die Ausstellung “Kind und Kuh”. Als Forscherin, als Frau und ihrer jüdischen Herkunft wegen war Eugenie Goldstern zeitlebens Ausgrenzungen und Anfeindungen ausgesetzt. Die Geschichtswerkstatt Silbertal hat dieser Frau in der Gedenkallee im ehemaligen Vernichtungslager Sobibór, am Ort ihrer Ermordung, ein bleibendes Gedenken gewidmet. Ergänzend dazu mag die kleine Schau das Lebenswerk Eugenie Goldsterns in bescheidenem Rahmen würdigen. Und vielleicht vermag das Kinderspielzeug dieser Ausstellung ein kleines Fenster zu öffnen, in die Kargheit des kulturellen Reichtums am Berg.

Pädagoge Bruno Winkler, Leiter der Geschichtswerkstatt Silbertal, zur Ausstellung “Kind und Kuh – kleine Zeugnisse der kargen Kultur des Berglebens, aus der Sammlung Eugenie Goldstern”: “Die Spielzeugtiere, die zum Teil hundert, hundertfünfzig Jahre oder älter sind, stammen aus einem Gebiet, das mit dem Montafon vergleichbar ist. Die Volkskundlerin Eugenie Goldstern hat nicht nur geforscht, sondern auch gesammelt und fotografiert. Sie hat dies in Graubünden getan, im Aostatal, in den französischen Alpen und ganz besonders im Wallis. Also auch in einer Gebirgsregion, aus der viele Montafoner stammen. Die Walser haben sich ja im Montafon nicht nur im Silbertal, sondern auch auf Bartholomäberg und am Gaschurner Berg niedergelassen. Ausgestellt sind in Silbertal Spielzeugtiere, hauptsächlich Kühe, mit denen Kinder von Bergbauern früher aufgewachsen sind.”

Der Lesungs-, Gesprächs und Diskussionsabend am 25. September im Vereinshaus Silbertal ist eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Silbertal und des Heimatschutzverein Montafon. Informationen unter “www.stand-montafon.at/kultur”. Die Ausstellung “Kind und Kuh” – kleine Zeugnisse der kargen Kultur des Berglebens, aus der Sammlung Eugenie Goldstern” im Montafoner Bergbaumuseum in Silbertal kann noch bis 31. Oktober, von Dienstag bis Samstag, jeweils von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden.

 

 

Quelle: Stand Montafon, Montafoner Museen

Silbertal

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