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Leidenschaft für Weißküferei

In der kleinen Werkstatt entstehen wahre Raritäten.
In der kleinen Werkstatt entstehen wahre Raritäten. ©Foto: str

Seine Werkstatt ist klein, aber fein und ein schwacher Geruch von Holz liegt in der Luft. Doch nicht die Größe der Werkstatt von Jürgen Tschofen sticht dem Besucher ins Auge, es sind die vielen Bottiche in verschiedenen Größen oder die handgeschnitzte, aus Holz gefertigte Lampe, die den Besucher sofort verzaubert. Und spätestens dann ist es klar: Jürgen Tschofen hat eine ausgesprochene Liebe zum Holz, genauer gesagt zur Weißküferei. “Ein Weißküfer stellt alles her, was mit der Alpwirtschaft und Hauswirtschaft zu tun hat. Das sind etwa Milchgefäße oder Bottiche, die mit Holz gebunden werden “, erklärt Tschofen kurz “sein” Handwerk. UnikateUnd wer bereits einmal einen Holzbottich, in dem der Käse zubereitet wird gesehen hat, weiß, dass dabei verschieden große Holzgefäße benötigt werden. Von Mai bis September holt Tschofen dazu dünne Äste aus dem Wald, denn nur frische Äste können rund um den Gefäßkörper gebunden werden. “Die meisten Gefäße oder Stück bestehen aus Zirbenholz, das ich selbst im Tirol kaufe. Durch den Kontakt mit einer Flüssigkeit wird das Holz auch etwas aufgeschwemmt und so halten die Bottiche dann auch wirklich dicht”, weiß der Küferer zu berichten. Doch wer meint, dass der rührige 27jährige Mann davon lebt, hat weit gefehlt. Untertags arbeitet Tschofen der gelernte Maurer als Polier auf diversen Baustellen. Toller Lehrmeister”Ich habe mich für die Weißküferei interessiert und das Glück gehabt, bei uns im Dorf bei Otto Ganahl zwei Winter lang lernen zu dürfen. Otto ist mittlerweile 91 Jahre, steht aber immer noch in der Werkstatt”, spricht Tschofen voller Bewunderung von seinem Lehrmeister. Inzwischen hat er nach einigen Umwegen in Tirol seine Befähigungsprüfung abgelegt und arbeitet an den Abenden und an den Wochenenden in seiner Werkstatt. Und auch im Winter, wenn die Baustellen ruhen, trifft man Tschofen in seiner Werkstatt an “Die Küferei ist Ausgleich und Hobby zugleich, und es ist immer etwas anderes und wird niemals langweilig”, lacht Tschofen.

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